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Basketball Champions League

MHP-Riesen sind in der Champions League top: Überraschender Sieg gegen Titelanwärter Teneriffa

Die Ludwigsburger Basketballer haben im dritten Spiel der Champions League ihren dritten Sieg eingefahren. Gegen den Favoriten Lenovo Teneriffa gewann der Außenseiter mit 80:69 (43:41), die MHP-Riesen verteidigten damit ungeschlagen die Tabellenführung der Gruppe A.

Immer einen Tick schneller: Jonathan Bähre (Mitte) setzt sich gegen Julian Gamble (links) durch. Foto: Baumann
Immer einen Tick schneller: Jonathan Bähre (Mitte) setzt sich gegen Julian Gamble (links) durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. . Voller Respekt und Nervosität ging es rein in die Partie der beiden ungeschlagenen Teams. Die Riesen erwischten den besseren Start. Jordan Hulls traf per Dreier, ehe ein Block von Tremmel Darden und ein Offensiv-Rebound des frech aufspielenden Jonathan Bähre die 5:0-Führung brachte. Teneriffa war sichtlich beeindruckt und bemüht Struktur ins Spiel zu bringen, aber dank ihrer aggressiven Verteidigung hielten die Riesen die Insulaner auf Distanz.

Ein Steal mit anschließendem Dunk von Rawle Alkins zum 16:11 war Zeichen der Power der Ludwigsburger. Agierte Justin Simon anfangs recht wild, sorgte er mit der Viertelsirene und seinem Buzzer Beater für das erste echte Highlight: Aus der Bedrängung traf er von der Seitenlinie per Dreier zur 19:15-Viertelführung.

Teneriffa, angetrieben vom wild gestikulierenden Trainer Jesus Vidoretta, fand überhaupt nicht zu seinem Spiel und leistete sich etliche Ballverluste, Die Riesen erhöhten zweistellig bis auf 31:19, Bähre traf mit seinen Punkten zehn und elf zum 33:22, ehe Trainer John Patrick Mitte des Viertels zur ersten Auszeit bat.

Ludwigsburg sprühte auch danach vor Spielfreude. Simon tankte sich aus er eigenen Hälfte nach vorn, per Alley oop versenkte Darden zum 43:28 – nur eine Auszeit der Gäste stoppte den Riesen-Spielfluss. Beim Stand von 43:31 ging es in die Pause. Allein die mäßige Trefferquote aus dem Feld (36,6 Prozent) war ein Manko im Riesen-Spiel. Nur ein Ballverlust der Riesen standen aber schon derer zehn bei Teneriffa gegenüber. Am Ende lautete die Bilanz 6:18.

Anfangs der zweiten Spielhälfte nahmen die Gäste von der Insel das Tempo und den Kampf auf. Scharfschütze Sasu Salin verkürzte mit zwei Distanzwürfen in Folge auf 48:41. Die Schwaben hielten weiter dagegen, das Momentum drohte in einem hektischen Spiel aber zugunsten der Gäste auszuschlagen: Kyle Wiltjer (24 Punkte) und Bruno Fitipaldo (10) verkürzten per Dreier auf 55:51, ehe Jonah Radebaugh ebenfalls per Dreier zum 58:52-Viertelende traf.

Die beiden Teams schenkten sich im Schlussviertel nichts: Teneriffa versuchte es mit der Brechstange, aber Ludwigsburg hielt mit aggressiver Defensivleistung dagegen. In den Rebounds waren die Gastgeber meist schneller unterm Korb, Jacob Patricks Dreier zum 70:59 und sein anschließender Offensiv-Rebound unterstrichen das große Potenzial des Youngsters.

Die Partie wurde nun zum offenen Schlagabtausch. Doch schon drei Minuten vor dem Ende, nachdem Teneriffa seine letzte Auszeit genommen hatte, war die Partie faktisch entschieden. Der Block von Darden und der Dunk von Bähre zum 78:62, der mit seinem Zug zum Korb und am Ende 15 Punkten sein wohl bestes Spiel für die Riesen ablieferte, und mit stehenden Ovationen von den 1327 Zuschauern verabschiedet, raubten Teneriffa den letzten Nerv.

Der Außenseiter machte den Deckel zu und den Abend zum letztlich hochverdienten Sieg gegen den Favoriten der Gruppe A perfekt.

Ludwigsburg: Hulls (13/4 Dreier), Simon (14/2) Radebaugh (9/1), Darden (16) Bähre (15), Jacob Patrick (3), Johannes Patrick, Herzog Polas Bartolo, Wohlfarth Bottermann (2), Walker.

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