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Basketball-Bundesliga

MHP-Riesen starten in die Play-offs gegen Ulm mit Heimvorteil

Mit einem Derbyerfolg haben sich die MHP-Riesen Ludwigsburg den vierten Platz in der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga gesichert. Durch den 98:83-Sieg über die MLP Academics Heidelberg starten die Riesen mit Heimrecht in das Play-off-Viertelfinale und empfangen im ersten von maximal fünf Spielen am Samstag um 20.30 Uhr Ratiopharm Ulm in der MHP-Arena.

Überragendes Spiel: Ludwigsburgs Jonah Radebaugh (rechts) setzt sich gegen Ex-Riesa Kelvin Martin durch.Foto: Baumann
Überragendes Spiel: Ludwigsburgs Jonah Radebaugh (rechts) setzt sich gegen Ex-Riesa Kelvin Martin durch.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bereits kurz vor Spielende standen die Fans der MHP-Riesen Ludwigsburg auf ihren Plätzen und applaudierten ihrem Team. Jonah Radebaugh saß da schon auf der Bank. Nachdem der überragende US-Guard mit einer persönlichen Bestleistung zuvor 30 Punkte und sieben Rebounds zum am Ende deutlichen 98:83-Erfolg über die MLP Academics Heidelberg beigetragen hatte, bekam er schon vor Schluss seinen verdienten Feierabend. Nach der Schlusssirene ließ sich Radebaugh dann vom Hallensprecher feiern. Durch den Erfolg im letzten Hauptrundenspiel der Basketball-Bundesliga sicherten sich die Ludwigsburger Rang vier. In das Play-off-Duell mit Ratiopharm Ulm starten die Riesen damit mit einem Heimvorteil am Samstag in der MHP-Arena.

Starker Start der Gäste

„Heidelberg hat sehr stark angefangen. Großes Kompliment an meine Mannschaft. Ich bin stolz, dass wir nach so einem intensiven Wochenende so fokussiert waren“, sagte Ludwigsburgs Coach John Patrick nach dem Spiel vor 2548 Zuschauern. Beim Finalturnier der Champions League schaffte es der Basketball-Bundesligist vergangenes Wochenende auf Rang drei. Und auch nach dem Hauptrunden-Ende steht bereits die Best-of-five-Viertelfinalserie gegen Ulm an.

Beim Spiel gestern punkteten beide Teams in den Anfangsminuten nahezu im Gleichschritt. Erst ab Mitte des ersten Viertels bekam Ludwigsburg ein wenig Probleme. Beim Stand von 13:16 aus Sicht der Gastgeber nahm Coach Patrick die erste Auszeit. Das half allerdings nur wenig. Die Heidelberger bauten ihren Vorsprung aus und entschieden den ersten Durchgang mit 24:17 für sich.

Ein ganz anderes Bild gaben die Riesen im Anschluss ab. Mit viel Energie setzten die Gastgeber die Academics unter Druck. Tekele Cotton per Freiwürfe, Jonah Radebaugh per Dreier und James Woodard mit einem schönen Korbleger glichen innerhalb von 1:15 Minuten zum 24:24 aus, wenig später ließ Woodard sogar einen Dreier zum 27:26 folgen.

Radebaugh mit persönlicher Bestleistung

Radebaugh schraubte die Führung mit fünf Zählern in Folge auf 36:27. Nach einem weiteren 5:0-Lauf führte Ludwigsburg mit 41:27 (16. Spielminute). Ihr Tempo konnten die Schwaben aber nicht bis zur Halbzeit halten. So gelang es den Heidelbergern bis zur Pause wieder, auf fünf Punkte heranzukommen (46:41).

Nach dem Seitenwechsel suchten die Riesen verstärkt ihr Glück von der Dreierlinie – und fanden es dort. Fünfmal war Ludwigsburg aus der Distanz erfolgreich und vergrößerte den Abstand auf Heidelberg so. Radebaughs Dreier markierte das 62:52. In der 29. Minute schwächten sich die Gäste selbst. Nach einem Foul beschwerte sich der schon verwarnte Niklas Würzner und wurde folgerichtig mit dem zweiten Technischen Foul des Feldes verwiesen. Die Riesen nutzten das und erarbeiteten sich vor dem Schlussdurchgang einen Vorsprung von 13Punkten (75:62).

Ein Gegenangriff der Heidelberger, für die es um nichts mehr ging, blieb allerdings aus. Stattdessen begeisterten die Ludwigsburger mit einem Schlussfeuerwerk. Besonders sehenswert war dabei der Korb zum 82:64. Justin Simon spielte hoch auf Darden, der den Ball mit einem sogenannten Alley-Oop versenkte und in der Arena einen kollektiven Jubelschrei auslöste. In den verbleibenden sieben Minuten ließ es Ludwigsburg ruhiger angehen.

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