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Mühevoller Ludwigsburger Sieg in Vechta

Ludwigsburg feiert in der Basketball-Bundesliga den 17. Erfolg im 18. Spiel – Bestleistung von Desi Rodriguez

Ludwigsburg. Zur Halbzeit lagen sie schon mit 15 Punkten (41:26) souverän vorn, dann aber ließen die MHP-Riesen Ludwigsburg bei ihrem Gastspiel in Vechta plötzlich die Zügel schleifen. Der Tabellenvorletzte aus Niedersachsen brachte den Tabellenführer in der zweiten Spielhälfte wiederholt in Bredouille.

Nur der Abgeklärtheit ihre Spielmachers Jaleen Smith (18 Punkte/8 Assists) und der starken Vorstellung von Jonah Radebaugh (12 Punkte) und später auch Desi Rodriguez, der mit 20 Punkten, 4 Rebounds und 3 Steals eine persönliche Bestmarke in der BBL erreichte, war es zu verdanken, dass der Erfolg der Ludwigsburger mit 84:66 doch standesgemäß ausfiel.

Die Partie, in der für die Gastgeber nach der bitteren 77:89-Niederlage in Chemnitz einiges auf dem Spiel stand und die ohne ihre drei Leistungsträger aufliefen, begann so, wie man es seit Wochen von den Ludwigsburgern gewohnt ist. Sie benötigten zwar einige Zeit zum Warmlaufen und gingen erst nach einem Distanzwurf von Lukas Herzog erstmals in Führung (7:6), danach aber drehte der Riesen-Motor. Jordan Hulls und erneut Herzog aus der Distanz schraubten die Führung auf 18:12, ein 9:0-Lauf beendete das erste Viertel zur 21:12-Führung. Vechta bekam keinerlei Struktur in seine Offensive, verteidigte ordentlich, haderte aber von Beginn an mit leichten Ballverlusten, die der BBL-Spitzenreiter in ebenso einfache Punkte ummünzte.

Zur Halbzeit waren es bereits 14 Turnover der Gastgeber. Hinzu kam, dass Stefan Peno, in Chemnitz mit 8 Steals noch der Mann des Spiels, einen rabenschwarzen Tag erwischte. Beim Halbzeitstand von 41:26 für die Gäste schien die Partie frühzeitig entschieden.

Dann aber kam Vechta taufrisch aus der Kabine und verkürzte mit beherztem Spiel auf neun Zähler (30:41). Ludwigsburg spielte phasenweise zu leichtsinnig, wankte aber nicht. Nach einer Auszeit von Trainer John Patrick fanden die Riesen zurück in die Spur. Radebaugh und Rodriguez, die beide viel Einsatzzeit bekamen, nutzten ihre Chance und besiegelten den 17. Sieg im 18. Spiel der laufenden Saison. Auch Riesen-Konkurrent Alba Berlin setzte seinen Lauf fort. Der Titelverteidiger gewann gegen medi Bayreuth 80:68 (47:38) und kann bei noch zwei auszutragenden Nachholspielen mit 30:2 Punkten zu Tabellenführer Ludwigsburg aufschließen.

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