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Basketball-Bundesliga

Nächstes Derby für die MHP-Riesen

Nach dem Ende ihrer Siegesserie treten die MHP-Riesen Ludwigsburg heute Abend um 18 Uhr in Ulm an. Es ist in dieser Saison bereits das dritte Schwabenderby. Bisher hatte Ludwigsburg dabei stets Probleme mit den Ulmern.

Held aus dem Hinspiel: Ludwigsburgs Jordan Hulls.Foto: Baumann
Held aus dem Hinspiel: Ludwigsburgs Jordan Hulls. Foto: Baumann
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Ludwigsburg. Vergangenes Wochenende beendeten die Crailsheim Merlins die 18 Spiele dauernde Siegesserie der MHP-Riesen Ludwigsburg. Nach der kürzesten Anfahrt der Saison unterlag der Basketball-Bundesligist mit 58:65. Trainer John Patrick sprach von einem Weckruf. Was dieser Weckruf ausgelöst hat, wird sich heute Abend (18 Uhr/magentasport) zeigen, wenn die Riesen bei ebenfalls kurzer Anreise gegen Ratiopharm Ulm zum nächsten Derby antreten. Das Schwabenderby kommt dabei heute ins Schwabenalter: Zum 40. Mal treten Ludwigsburg und Ulm in Ligapokal oder Bundesliga gegeneinander an. 23 Mal ging der Sieg dabei an die Riesen.

Doch kann ohne Zuschauer überhaupt richtige Derbyatmosphäre aufkommen? „Ohne die Fans in der Arena fehlt natürlich auch ein Stück weit das Besondere, was ein Derby ausmacht“, sagte das Ulmer Urgestein Per Günther. Das Duell beider Teams im März2020 in Neu-Ulm vor 5930Zuschauern war eines der letzten Spiele mit Publikum, ehe Fans aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausgesperrt wurden. Damals siegten die Ludwigsburger deutlich mit 94:76 und schalteten die Ulmer später auch beim Finalturnier in München im Halbfinale aus.

Ulm strebt Augenhöhe an

Weitaus mehr Probleme bereitet Ulm den Riesen in der aktuellen Saison. Im Pokal gab es zu Beginn der Saison eine 72:92-Niederlage, im Ligaspiel im Januar siegte Ludwigsburg in höchster Not. In der Schlussphase drehte Ludwigsburg auf, vor allem Jordan Hulls, der mit einem Offensivrebound und anschließendem Korbleger für den umjubelten Schlusspunkt einer intensiven Partie sowie den 89:87-Erfolg sorgte. Für die Ulmer war es nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sie einen Sieg in der Schlussphase aus der Hand gegeben haben.

Doch nicht nur Ludwigsburg tat sich gegen Ulm schwer. Angeführt von Dylan Osetkowski, Andreas Obst, Troy Caupain und Thommy Klepeisz kann Ulm es schließlich mit jedem Team der Beletage des deutschen Basketballs aufnehmen. Oldenburg (86:89), München (77:81) und Berlin (76:84) entführten die Punkte nur um Haaresbreite aus der ratiopharm arena. Lakovic und sein Team sind offenkundig eine Spitzenmannschaft. Lediglich die Topduelle wurden selten gewonnen, weshalb der sechste Platz und die 14:9-Bilanz täuschen können.

„In einem Spiel gegen Ludwigsburg kommt es immer darauf an, ob es dir gelingt, ihrer Intensität und aggressiven Spielweise auf Augenhöhe zu begegnen“, sagte Ulms Coach Jaka Lakovic nun vor dem erneuten Duell. Wie die Riesen geht auch Ulm mit einer Niederlage im Rücken in das Duell (77:92) gegen Rasta Vechta. Durch die Niederlage der Riesen bleibt der Ulmer Rekord von 27 Siegen in Folge in dieser Saison unangetastet.

Und auch die Riesen scheinen nicht besonders traurig über das Ende der Serie. „Jeder Gegner ist extramotiviert, weil er die Serie unbedingt stoppen will. Das kennen wir aus eigener Erfahrung“, hatte Patrick unlängst erklärt.

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