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Basketball-Bundesliga

Riesen beschwören die Minichance

Heute Abend fordert das Überraschungsteam Rasta Vechta die MHP-Riesen Ludwigsburg in der MHP-Arena. Die Chance auf die Play-off-Teilnahme ist für den Basketball-Bundesligisten minimal. Aufgeben will der 1. Vorsitzende Alexander Reil dennoch nicht.

„Keine Katastrophensaison“, sagt der 1. Vorsitzende der Riesen, Alexander Reil.Foto: Baumann
„Keine Katastrophensaison“, sagt der 1. Vorsitzende der Riesen, Alexander Reil. Foto: Baumann
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Ludwigsburg. Bis vor drei Tagen durften die MHP-Riesen Ludwigsburg und ihre Fans auf ein glückliches Ende der durchwachsenen Basketballsaison hoffen. Nach drei Siegen schien es, als könnte der Bundesligist noch gerade so auf den letzten Play-off-Rang acht rutschen. Aber am 1. Mai unterlagen die Ludwigsburger den abstiegsbedrohten Eisbären Bremerhaven. Unwahrscheinlich, dass heute gegen das Überraschungsteam Rasta Vechta (20.30 Uhr/MHP-Arena), am Freitag in Göttingen und am 12. Mai gegen Alba Berlin jeweils ein Sieg gelingt. Nur mit drei Erfolgen hätten die Riesen noch eine minimale Chance auf die Teilnahme an der Endrunde.

„Ich war natürlich sehr enttäuscht“, sagt der 1. Vorsitzende der Riesen, Alexander Reil, über den Auftritt in Bremerhaven. „Vielleicht fehlen Führungsspieler, vielleicht fehlt es an der einen oder anderen Stelle an Qualität.“

Aufgeben kommt für Reil drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde dennoch nicht infrage: „Für mich wäre das völlig falsch, so lange eine theoretische Chance besteht.“ Was rechnerisch möglich ist, dürfte kaum jemand für realistisch halten. Zu schwach, zu wechselhaft, zu egoistisch präsentierte sich die Mannschaft in dieser Saison – im Gegensatz zum Vorjahr.

Genaue Analyse soll nach Saison folgen

Vergangene Spielzeit stürmte eine verschworene Einheit auf Rang drei der Hauptrunde, ins Play-off-Halbfinale und das Finalturnier der Champions League. Das weckte Begehrlichkeiten, bis auf Adam Waleskowski und David McCray blieb kein Akteur in der Barockstadt.

„Wir haben sicherlich nicht das glücklichste Händchen bei Spielern gehabt. Da müssen wir schauen, dass es als Mannschaft besser zusammenpasst“, sagte Reil, will aber keine konkreten Maßnahmen nennen, die solche Fehlgriffe in Zukunft minimieren könnten.

Eine genaue Analyse soll erst nach der Saison erfolgen. „Das ist keine Katastrophensaison“, betont Reil und stellt klar: „Sie ist nicht zufriedenstellend, aber wir werden nicht alles infrage stellen, was sechs Jahre lang sehr gut funktioniert hat.“ Seit der Saison 2013/14 hatte es unter Trainer John Patrick immer für die Play-offs gereicht.

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