Logo

Basketball-Bundesliga

Riesen denken nur an den nächsten Gegner

Auf dem Papier bekommen es die MHP-Riesen Ludwigsburg heute mit einer Pflichtaufgabe zu tun. Dennoch hat sich der Basketball-Bundesligist auf das Duell mit dem Syntainics MBC (20.30 Uhr) akribisch vorbereitet.

Will nicht über den Tabellenplatz sprechen: John Patrick. Foto: Baumann
Will nicht über den Tabellenplatz sprechen: John Patrick. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die MHP-Riesen Ludwigsburg stehen weiter mit einer beeindruckenden Souveränität an der Tabelenspitze der Basketball-Bundesliga. Eine große Sache wollen die Ludwigsburger daraus aber nicht machen. „Das ist kein Thema, wir bereiten uns auf das Spiel gegen den MBC vor und den hoffentlich nächsten Sieg,“, sagt Trainer John Patrick vor dem heutigen Duell gegen den Syntainics MBC in der MHP-Arena (20.30 Uhr/Magentasport). „Wir wissen, wo wir stehen, aber wir sprechen nicht darüber. Wir wollen uns weiter verbessern und die neuen Spieler integrieren.“

Gemeint sind damit Jamel McLean und Oscar da Silva. Center McLean pausierte zuletzt ein Jahr, ehe er Mitte Februar zu den Riesen kam. Oscar da Silva kam vor zwei Wochen von der Stanford University aus der US-College-Liga. Beide könnten vor allem in den Play-offs zu einem wichtigen Faktor werden. McLean zeigte auch schon zuletzt gegen Bayreuth (15Punkte, 7 Rebounds), dass sich die Riesen mit ihm einen hervorragenden Basketballer gesichert haben. „Nach so einer langen Pause haben wir mit sechs bis acht Wochen Eingewöhnungszeit gerechnet. Er macht es sehr gut“, betont Patrick.

Da Silva sei körperlich in einem sehr guten Zustand. „Nach vier Jahren in den USA muss er sich wieder an den europäischen Basketball gewöhnen“, so Patrick über den gebürtigen Münchener. „Er kann eine wichtige Rolle einnehmen.“ Wie viel Spielzeit Da Silva und McLean heute gegen den MBC bekommen werden, ist offen. Auch darüber, wer auf der Bank Platz nehmen darf und wer pausieren muss, hat Patrick noch nicht entschieden: „Wir werden nach dem Training, vielleicht auch erst am Donnerstag, sehen, wer eine Pause bekommt.“

Der Coach erwartet gegen den MBC ein temporeiches Spiel. „Sie werden klein und mit vielen Guards spielen.“ Trotz zuletzt fünf Niederlagen in Serie und Platz 16 sind die vom Ex-Ludwigsburger Silviano Poropat trainierten Ostdeutschen nicht zu unterschätzen. Gegen die Topteams aus Berlin und München spielten die Weißenfelser lange auf Augenhöhe. Dennoch hat es der MBC nicht einfach: Nach dem kurzfristigen Abgang von Kapitän David Brembly (Zielona Góra) waren zuletzt auch Nemanja Nadjfeji und Aleksandar Marelja mit Knieproblemen nicht einsatzbereit.

Autor: