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Basketball

Riesen-Fokus ist auf die Play-offs gerichtet

Im letzten BBL-Hauptrundenspiel kommt der FC Bayern nach Ludwigsburg. Die Riesen haben ihren Fokus auf andere Dinge gerichtet.

Die Mannschaft von Trainer John Patrick (rechts) durfte in den vergangenen Spielen häufig jubeln, obwohl immer wieder Leistungsträger geschont wurden. Morgen fehlt Trainersohn Johannes Patrick (links sitzend) im Kader der Riesen. Foto: Baumann
Die Mannschaft von Trainer John Patrick (rechts) durfte in den vergangenen Spielen häufig jubeln, obwohl immer wieder Leistungsträger geschont wurden. Morgen fehlt Trainersohn Johannes Patrick (links sitzend) im Kader der Riesen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Ein Sieg fehlt noch: Sollten die MHP-Riesen Ludwigsburg auch nach der Basketball-Bundesliga-Partie morgen (15 Uhr) in der MHP-Arena gegen den FC Bayern München als Sieger vom Parkett gehen, haben sie die perfekte Saison in heimischer Halle perfekt gemacht. Jedes der bislang 16 Spiele im eigenen Wohnzimmer haben die Ludwigsburger in dieser BBL-Saison gewonnen. Auf dem Papier war dabei aber wohl keiner der Gegner so hochkarätig wie die Bayern. „Die sind eine der fünf oder sechs besten Mannschaften in Europa, die haben Stärken überall“, sagt Riesen-Trainer John Patrick.

Worin diese Stärken liegen, haben die Bayern am Dienstag demonstriert. Im entscheidenden Spiel fünf des Euroleague-Viertelfinals trieb das Münchner Team von Andrea Trinchieri dem italienischen Modeschöpfer Giorgio Armani gehörige Sorgenfalten auf die Stirn. Der mittlerweile 86-Jährige ist seit 2008 Besitzer des italienischen Spitzenclubs Olimpia Milano und sah von der Tribüne aus zu, wie sein Verein nach einer packenden Schlussphase mit einem blauen Auge davonkam. Durch ein 92:89 im fünften Spiel der Best-of-five-Serie zogen die Mailänder gegen München ins Top Four des wichtigsten Basketball-Wettbewerbs Europas ein.

Patrick von Bayern beeindruckt

Das Spiel haben auch die Riesen auf ihrer Heimfahrt vom Auswärtsspiel bei Alba Berlin verfolgt. „Das war ein super Comeback“, attestiert Patrick den Münchnern neben individueller Klasse eine starke Mentalität. Nachdem sie zunächst einen 0:2-Serienrückstand egalisiert hatten, kamen sie in Mailand innerhalb der Schlussminute von 14 Punkten Rückstand auf zwei Zähler heran, ehe ihnen doch die Nerven versagten. „Sie haben unsere Liga sehr gut repräsentiert“, lobt Patrick.

Der Riesen-Coach misst dem Spiel morgen – wie der 78:79-Niederlage in Berlin – keine große Wichtigkeit bei. Platz eins nach der Hauptrunde ist den Gelb-Schwarzen nicht zu nehmen. „Unser Fokus ist auf die Play-offs gerichtet.“ Das war auch in Berlin die Marschroute. Und doch hielten die Riesen mit dem Tabellenzweiten bis zum Ende mit.

So wird laut Patrick morgen der angeschlagene Jonas Wohlfarth-Bottermann fehlen. Auch Johannes Patrick wird wegen seiner Abiturprüfung nicht dabei sein. Barry Browns Einsatz, der am Dienstag nach nur drei Minuten eine Verletzung signalisierte, ist fraglich. „Am Ende muss der Spieler entscheiden, ob er fit ist oder nicht“, sagt Patrick über Brown.

Die Bayern, Tabellendritter der BBL, haben ein strafferes Programm vor sich. Gestern Abend gingen sie gegen Ratiopharm Ulm 64:98 unter. Kommendes Wochenende steht das Top Four des BBL-Pokals an. „Sie haben bestimmt mehrere Spieler, die eine Pause brauchen und angeschlagen sind“, sagt Patrick.

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