Logo

Basketball-Bundesliga

Riesen freuen sich auf Hamburg

Als ehemaliger Fan des Fußball-Clubs Hamburger SV kennt John Patrick die Stadt im Norden. Neu ist für den Trainer der MHP-Riesen Ludwigsburg allerdings der Basketball-Standort. Heute Abend tritt der Bundesligist erstmals bei den Hamburg Towers an.

Erinnert sich gern an die Stadionbesuche beim Hamburger SV: John Patrick. Foto: Baumann
Erinnert sich gern an die Stadionbesuche beim Hamburger SV: John Patrick. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Gestern machten sich die MHP-Riesen Ludwigsburg mit dem Bus erstmals auf in Richtung Hansestadt. Der Basketball-Bundesligist tritt heute Abend um 18 Uhr beim Liga-Neuling Hamburg Towers an. „Das ist super. Wir freuen uns alle riesig“, sagt Riesen-Trainer John Patrick mit Blick auf den neuen Standort an der Elbe. Neu sind für den US-Amerikaner aber nur Gegner und Spielstätte, die Stadt kennt der 51-Jährige. „Ich war schon ein paar Mal in Hamburg und bin ehemaliger HSV-Fan. Ich war dort oft als Zuschauer“, berichtet Patrick.

Als der HSV noch Spitzenteam war

Bis 2011 wohnte der Coach in Göttingen und trainierte die dortige BG, sein Sohn Johannes hatte ein Herz für den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, wo damals noch Stars wie Ruud van Nistelrooy, Mladen Petric, Zé Roberto, Heung-min Son oder Jérome Boateng spielten. „Es hat viel Spaß gemacht, diese Ausflüge dorthin zu machen“, blickt Patrick zurück.

Mittlerweile hat Hamburgs Perle einiges an Glanz verloren und spielt wie der VfB Stuttgart nur noch in der zweiten Liga. Die Hamburg Towers sind damit in Deutschlands zweitgrößter Stadt der einzige Erstligist von Bedeutung. Das wird von den Hamburgern honoriert. Bisher waren alle sieben Heimspiele mit 3400 Zuschauern ausverkauft, einen Sieg konnten die Towers ihren Fans bisher nicht schenken. Wenn es nach Patrick ginge, soll das auch heute dabei bleiben: „Wichtig für uns ist, dass wir uns auf uns konzentrieren und dort einen Sieg holen“, stellt der Trainer klar und nimmt sein Team gleichzeitig in die Pflicht: „Wir haben uns zuletzt auswärts nicht so stark präsentiert. Die nächsten Spiele sind eine gute Chance für uns, die Kurve zu bekommen.“ Patrick spielt dabei auf die unnötige 88:98-Niederlage des Tabellenzweiten in Gießen an. Nun folgen nach dem Spiel in Hamburg weitere Auswärtsauftritte in Bonn, Frankfurt und Ulm, ehe erst am Sonntag, 15. März, mit dem Derby gegen die Crailsheim Merlins ein Heimspiel ansteht.

Der heutige Gegner Hamburg hat erst drei Saisonsiege aufzuweisen und steht auf dem drittletzten Tabellenplatz. Patrick geht dennoch davon aus, dass die Towers der Bundesliga erhalten bleiben – nicht nur wegen der bisher vier Nachverpflichtungen. „Das Trainerteam, einige Spieler und auch viele Mitarbeiter dort haben Bundesliga-Erfahrung.“ Den Hallensprecher Andreas Lindemeier kennt Patrick ebenso aus Göttinger Tagen wie Pressesprecher Rupert Fabig. Im Kader stehen mit Bogdan Radosavljevic und Heiko Schaffartzik auch zwei ehemalige Ludwigsburger.

Wie die langfristige Perspektive der Towers in der Bundesliga aussieht, vermag Patrick noch nicht zu prophezeien: „Ich muss mir das erst ansehen. Nach dem Spiel werde ich mehr wissen.“

Autor: