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Basketball

Riesen geht die Luft am Ende aus

Den MHP-Riesen Ludwigsburg droht das Aus in der Champions League. Gestern Abend haben die Basketballer mit 76:88 gegen das türkische Team Banvit Bandirma verloren. Es war die sechste Niederlage im achten Gruppenspiel. Der Bundesligist sucht weiter nach Konstanz.

Zu kurzes Feuerwerk: Lamont Jones‘ 22 Punkte alleine reichen nicht aus. Foto: Baumann
Zu kurzes Feuerwerk: Lamont Jones‘ 22 Punkte alleine reichen nicht aus. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Es sah kurz so aus, als könnte Lamont Jones die Riesen mal wieder zum Sieg führen. Dreieinhalb Minuten vor Ende der Basketball-Partie machte er seinen 19. und 20. Punkt innerhalb der zweiten Halbzeit zum 70:66 für die Riesen. Aber dann ging plötzlich gar nichts mehr. Stattdessen trafen die Gäste von Banvit Bandirma alles. Die Schlussphase kam einer Demütigung gleich und am Ende verlor der Bundesligist das Champions-League-Spiel gegen Banvit Bandirma mit 76:88. Es war die sechste Niederlage im achten Gruppenspiel. Damit droht den Ludwigsburgern das Aus. „Wir haben heute zwei Gesichter gezeigt. Aber wir haben zu oft den Ball verloren“, sagte Trainer John Patrick.

In der ersten Spielminute fielen keine Punkte. Dann musste Riese Adam Waleskowski das Feld wegen einem blutenden Finger verlassen. Kurz darauf lagen die Ludwigsburger mit 0:5 zurück. Waleskowski konnte später weitermachen, erwischte aber keinen guten Tag. In der dritten Minute kam Center Clint Chapman für die Ludwigsburger aufs Parkett. Gleich nach wenigen Sekunden traf er aus der Distanz und ließ bis Ende des Durchgangs neun weitere Zähler folgen.

Doch trotz der 25:20-Führung nach den ersten zehn Minuten: Die Ludwigsburger hatten mit Problemen zu kämpfen. Zunächst fehlte der Zugriff in der Defensive. Im zweiten Viertel kamen teils unnötige Fehler im Spielaufbau hinzu, während die Abwehrarbeit besser wurde. Guard Donatas Sabeckis verlor zweimal den Ball. Er und andere Ludwigsburger waren in manchen Situationen mit der Spielgeschwindigkeit und der körperlichen Intensität der Türken überfordert. Mitte des Abschnittes lagen die Gastgeber beim 29:35 mit sechs Punkten zurück. Doch die Schwaben kämpften, schafften zwischenzeitlich wieder den Ausgang und gingen mit einem 37:41-Rückstand in die Halbzeitpause. Auch in der zweiten Hälfte kamen die Riesen nicht richtig in den Spielfluss und wirkten verkrampft. Entsprechend sah das Spiel aus. Es war kein Abend für Basketball-Fans mit Schönheitssinn. Das 51:61 in der 27. Minute zwang Patrick zur Auszeit. Eine Ausnahme bildete Lamont Jones, der im dritten Durchgang sechs Mal erfolgreich zum Korb ging, dabei zwölf Zähler machte und die Riesen so in der Partie hielt. Auch Nachwuchstalent Quirin Emanga (4 Punkte, 18:20 Spielminuten) ragte positiv heraus.

Mit einem 59:63-Rückstand ging es in den Schlussdurchgang. Und Jones war heißgelaufen. Innerhalb von drei Minuten legte er weitere acht Punkte nach, dazu ein Dreier von Jordan Crawford – die Riesen führten mit 70:66. Doch danach ging nicht mehr viel.

Während Crawford und Kelan Martin ihre Dreierversuche vergaben, trafen die Gäste Mitte des Viertels fast alles und legten eine 15:0-Serie aufs Parkett. Dreieinhalb Minuten vor Spielende lagen die Riesen so mit elf Punkten zurück (70:81). Es kam noch schlimmer. Einziger Lichtblick in den Schlussminuten: Der erst 16-Jährige Ariel Hukporti kam zu einem Einsatz und erzielte dabei vier Zähler. „Danke an John für die Chance“, sagte er danach.

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