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Basketball-Bundesliga

Riesen geht im Norden die Kraft aus

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben im Kampf um die Play-off-Plätze eine Niederlage erlitten. Durch das 63:75 bei den EWE Baskets Oldenburg geht gegen einen der schärfsten Konkurrenten auch der direkte Vergleich verloren.

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Ludwigsburg. Es war die Chance, sich im Kampf um die Play-offs ein kleines Polster zu verschaffen. Doch nach der 63:75-Niederlage bei den EWE Baskets Oldenburg stehen die MHP-Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Bundesliga wieder auf Rang acht – und direkt dahinter lauern die punktgleichen Gießen 46ers. „Das war eine Achterbahnfahrt. Heute hat die Mannschaft mit dem kühleren Kopf gewonnen“, sagte Riesen-Coach John Patrick am Samstag nach dem Spiel. Besonders bitter ist aus Sicht der Ludwigsburger, dass durch die Höhe der Niederlage auch der direkte Vergleich mit den Norddeutschen verloren geht. Der direkte Vergleich entscheidet bei Punktgleichheit über den Tabellenplatz.

Bei Start und Ende mit Schwierigkeiten

Ludwigsburg startete mit Schwierigkeiten in die Begegnung. Der starke Chris Kramer, der komplett durchspielte und insgesamt 20 Punkte erzielte, verwandelte in der 4. Minute einen Dreier zum 12:2 für die Gastgeber. Zum Ende des ersten Durchgangs kämpften sich die Schwaben in das Spiel, dennoch blieb Oldenburg mit 27:19 in Führung.

Im zweiten Viertel lief es dann besser für Gelb-Schwarz. Drew Crawford und zweimal der agile Johannes Thiemann besorgten in der 24. Minute den 30:30-Ausgleich. Zwei Minuten später war es Crawford, der Ludwigsburg zum ersten Mal in Führung brachte. Jack Cooley baute den Vorsprung kurz vor Viertelschluss auf 42:32 aus. Beim Spielstand von 35:44 ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Spielabschnitt machten die Riesen zunächst so weiter, wie sie aufgehört hatten. Cliff Hammonds versenkte einen Dreier zum 47:35. Es war die höchste Ludwigsburger Führung – und gleichzeitig der Startschuss für die Aufholjagd der Norddeutschen. Keine zwei Minuten später machte Dirk Mädrich per Freiwurf das 46:47. Rocky Trice schlug mit einem Dreier zum 46:50 zurück, ehe Oldenburg die Partie zwischenzeitlich drehte. Ludwigsburg ließ aber nicht locker und erkämpfte sich vor dem Schlussdurchgang eine 59:57-Führung.

Im letzten Viertel machte sich dann bemerkbar, dass die Riesen ohne Tekele Cotton und Kelvin Martin antreten mussten. Während Oldenburg, angeführt von Kramer, aufdrehte, ließen bei Ludwigsburg die Kräfte nach. Den Schwaben gelangen nur vier Treffer, die Baskets siegten mit 75:63. Oldenburg zog damit an den Barockstädtern vorbei. Sollen die Play-offs nicht in ernsthafte Gefahr geraten, ist für die Riesen in den kommenden drei Partien gegen Bremerhaven (Donnerstag, 20.30 Uhr/MHP-Arena), Göttingen und Tübingen ein Sieg Pflicht.