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MHP-Riesen

Riesen-Trainer John Patrick warnt vor dem Aufsteiger

Die MHP-Riesen Ludwigsburg beeindrucken derzeit die Basketball-Bundesliga. Heute Abend (20.30 Uhr) kommt mit den Niners Chemnitz ein Liga-Neuling zum Spitzenreiter. Trainer John Patrick warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. Schließlich hat der Neu-zugang der Ostdeutschen schon für NBA-Club L.A.Lakers gepunktet.

Fiebert mit seiner Mannschaft mit: Riesen-Coach John Patrick .Foto: Baumann
Fiebert mit seiner Mannschaft mit: Riesen-Coach John Patrick . Foto: Baumann
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Ludwigsburg. „Wir müssen unseren besten Basketball im Mai spielen“, das war in den vergangenen Jahren stets das Motto von Trainer John Patrick. Nun blicken seine MHP-Riesen Ludwigsburg aber bereits Anfang März auf eine beeindruckende Serie von 17 Siegen in Folge zurück. Zehn weitere gewonnene Spiele fehlen noch, um den Bundesligarekord einzustellen, den Ratiopharm Ulm in der Saison 2016/17 aufstellte. „Es ist ein dynamischer Prozess. Für mich ist wichtig, dass wir einen Aufwärtstrend haben“, sagt Patrick vor dem heutigen Duell des Spitzenreiters gegen die Niners Chemnitz (20.30Uhr/ Magentasport) zum aktuellen Leistungsstand seines Teams. Keine Spur von Selbstzufriedenheit.

Ex-Profi von den L. A. Lakers

Viel mehr warnt Patrick vor dem Gegner: „Chemnitz ist vom Talent her und der Athletik eine der besten Mannschaften der Liga, auch wenn das komisch klingt, weil sie ein Aufsteiger sind.“ Die Ostdeutschen schlagen sich in ihrer Premierensaison wacker und haben schon mit Siegen gegen Bayern München und Brose Bamberg aufhorchen lassen. Der Klassenverbleib erscheint realistisch. Chemnitzer Spieler wie George King oder Marcus Thornton wurden von Clubs der US-Profiliga NBA gedraftet. Der 25-jährige Center Johnathan Williams wechselte vor drei Wochen von Galatasaray Istanbul nach Chemnitz und lief sogar für eines der ruhmreichsten NBA-Teams auf: „Er für die L.A. Lakers gespielt und auch Punkte gemacht“, betont Patrick.

Teile des Chemnitzer Teams waren zuletzt unter Quarantäne. Wie viele Spieler sich mit dem Virus infiziert hatten und wie viele Akteure des Kaders spielberechtigt sind, ist nicht bekannt. Mindestens acht Spieler der Stammrotation müssen laut Statuten auflaufen können. „Wir wissen, dass Williams spielen kann und wir haben uns auf alle Spieler vorbereitet“, sagt Patrick. „Wir müssen vor allem eine gute Verteidigung spielen.“ Für die Riesen sind die Spiele unter der Woche ungewohnt, denn vor der Saison entschieden die Verantwortlichen, trotz der Vizemeisterschaft nicht international zu spielen. Erst am Samstag waren die Ludwigsburger beim 98:87-Erfolg über die EWE Baskets Oldenburg im Einsatz. „Wir versuchen aber, hart und intensiv zu trainieren und das spielnah zu gestalten“ erklärt Patrick. „Nicht international zu spielen, war absolut die richtige Entscheidung. Es ist in der Coronazeit genug, die BBL-Spiele auszutragen.“ Durch die fehlenden internationalen Reisen haben die Ludwigsburger nicht nur weniger Belastung, sondern auch ein geringeres Risiko, Coronafälle ins Team einzuschleppen. Beides sind weitere Faktoren für den aktuellen Höhenflug der MHP-Riesen, der heute gegen Chemnitz weitergehen soll.

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