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Festtagsstimmung

Riesen und Bayreuth bescheren ihren Fans fröhliche Weihnachten

Das höchste Lob zur vorweihnachtlichen Festtagsstimmung gab es vom gegnerischen Coach: „Ludwigsburg zählt zu den absoluten Topclubs der Liga“, adelte Bayreuths Raoul Korner die MHP-Riesen nach der 89:84-Gala vor zum vierten Mal in Folge ausverkauftem Haus.

Voller Einsatz, aber keine Punkte: Khadeen Carrington (gelb) gegen den Bayreuther James Woodard.
Voller Einsatz, aber keine Punkte: Khadeen Carrington (gelb) gegen den Bayreuther James Woodard.

Ludwigsburg. Einmal mit den ehrenvollen Worten begonnen, legte der Trainer der nur hauchdünn unterlegenen Franken noch eins drauf: „Ludwigsburg hat eine unglaubliche Qualität und das Team zeigt ein klares Gesicht“, zollte Korner den Schwaben, die mit dem am Ende hochverdienten Triumph in eigener Halle ungeschlagen blieben und Platz zwei in der Liga festigten, mächtig Respekt.

Tatsächlich lieferten sich beide Mannschaften über die volle Distanz ein packendes Match auf Augenhöhe. Die 4040 Zuschauer begleiteten die unzähligen Kombinationen und Kabinettstückchen beider Teams mit Begeisterungsrufen, die Spieler auf dem Feld schenkten sich keinen Millimeter und kämpften um jeden Ball. Ein Indiz für die Dramatik: Nur einmal – beim Stand von 80:67 – wuchs der Vorsprung eines Teams in den zweistelligen Bereich. Ansonsten ging es – abgesehen von je einem 12:0-Lauf (Ludwigsburg zum 80:67/Bayreuths Antwort auf 80:79) extrem eng zu.

Ohne den zu Wochenbeginn in Ludwigsburg angereisten Center-Zugang Cameron Jackson, dem Trainer John Patrick noch eine Eingewöhnungszeit gewähren möchte, kam zunächst Bayreuth besser in Schwung. Ludwigsburg leistete sich zu viele Fouls und geriet verdient in Rückstand (24:30).

Nach der Viertelpause agierten die Riesen wie ausgewechselt: Kompromisslos und zielstrebig drehten sie binnen kürzester Zeit das Geschehen. Spätestens nach dem ersten von am Ende vier spektakulären Blocks von Thomas Wimbush waren die Gastgeber in der Spur und gingen durch drei Dreier von Jaleen Smith und einem Distanztreffer von Wimbush mit 36:34 erstmals in Front.

Zur Pause (50:47) schienen die Riesen die Partie im Griff zu haben, nur einer blieb erstaunlich blass: Khadeen Carrington mühte sich zwar, der Topscorer aber kam – auch ein Novum in dieser verrückten Saison – zu keinem einzigen Punkt. Patrick schenkte seinem Leitwolf trotzdem das uneingeschränkte Vertrauen und verblüffte den gegnerischen Coach damit umso mehr: „Da halten wir deren Topscorer auf null Punkte, dann kommt Smith um die Ecke und knallt uns 22 Punkte rein“, resümierte Korner, desen Team aber weiterhin Nadelstiche setzte.

Bayreuths Center Andreas Seiferth war kaum zu bremsen, der Nationalspieler markierte am Ende 27 Punkte. Erst nach zwei Patrick-Auszeiten im Schlussviertel brach der Bayreuther Lauf in der Crunchtime. Marcos Knight, der 22 Zähler, sechs Rebounds und vier Assists markierte, traf zum 86:83, ein spektakulärer Steal von Smith brachte die Riesen und ihre Fans endgültig in Feiertagslaune.

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