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Basketball

Riesen unter den drei Topteams der Liga

Kampfgeist, Nervenstärke und Wurfgewalt – das sind die Attribute, die die Ludwigsburger Basketballer in dieser Saison auszeichnen, wenn es darauf ankommt. Gestern Abend bezwangen die MHP-Riesen in einem packenden Spitzenspiel Alba Berlin mit 81:77 (35:44) und bleiben damit unter den Top Drei Teams der Bundesliga.

Khadeen Carrington (am Ball) führt die Riesen gegen Alba Berlins (links mit Jonas Mattisseck und Landry Nnoko) zum Sieg. Foto: Kienzle/dpa
Khadeen Carrington (am Ball) führt die Riesen gegen Alba Berlins (links mit Jonas Mattisseck und Landry Nnoko) zum Sieg. Foto: Kienzle/dpa

Ludwigsburg. Bis in die Crunchtime sah es nicht so aus, als könnten die Riesen dem spielstarken Vizemeister aus Berlin das Wasser reichen, dann aber zeigte Khadeen Carrington, welches Potenzial in diesem Jahr in dem Ludwigsburger Play-off-Kandidaten steckt. Ein Dreier, ein Fast Break und zwei verwandelte Freiwürfe des Spielmachers zur 79:75-Führung waren der Schlüssel zum letztlich hochverdienten Erfolg gegen die am Ende etwas müde und unkonzentriert agierenden Hauptstädter,

Beide Teams gingen mit großem Selbstbewusstsein ins Spiel – die MHP-Riesen gestärkt durch den Derbysieg in Crailsheim, Alba mit dem Euroleague-Triumph nach zweifacher Verlängerung gegen Athen im Rücken. Den Start nach Maß erwischten aber die Hausherren. Thomas Wimbush, diesmal in der Startfünf, schnappte sich den Ball in der eigenen Spielhälfte, sein Dunking zum 2:0 war das erste Statement. Ludwigsburg erhöhte durch Jonas Wohlfarth-Bottermann, Nick Weiler-Babb und Khadeen Carrington schnell auf 8:3, ehe Berlin mit Treffern durch Rokas Giedraits und Johannes Thiemann auf 8:3 aufschloss. Marcos Knight, gerade ins Spiel gekommen, setzte mit seinem Dreier das nächste Zeichen, ein Steal des Rückkehrers gegen Martin Hermannsson zum 13:9 zeigte, zu welcher Energieleistung die Riesen für dieses Spitzenspiel gegen den Vizemeister bereit waren. Konstantin Konga erkämpfte sich den schon verlorenen Ball, Weiler Babb verwertete, – das erste Viertel ging mit 21:15 an die Gastgeber.

Zwei Auszeiten benötigte Alba-Coach Alto Reneses, um seine Spieler in die richtige Spur zu führen. Neben Giedraitis, der zur Halbzeit schon 13 Punkte (am Ende 17) auf seinem Konto hatte, fand jetzt auch Luke Sikma (16) zu seiner Form. Sein Dreier brachte den Ausgleich zum 33:33, dank Hermannsson Distanzschuss gingen die Gäste erstmals in Führung (33:36). Im Gegensatz zum Spiel in Crailsheim schwächelten die Riesen diesmal bei ihren Distanzwürfen. Nur zwei von elf Versuchen fanden bis zur Halbzeit (35:44) ihr Ziel. Am Ende waren es 5 von 23 (22 Prozent).

Nach der Pause erhöhte sich noch einmal der Pulsschlag, nicht nur bei den 4040 Zuschauern in der zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften MHP-Arena, sondern auch bei den Protagonisten auf dem Feld. Beide Mannschaften – mit jeweils erst einer Niederlage in der BBL – wussten um die Brisanz des prestigeträchtigen Spiels. Wimbush schloss per Distanzwurf auf 38:44 auf, Carrington verkürzte, ehe Wimbush, Wohlfarth-Bottermann und Weiler-Babb die Gastgeber wieder auf Schlagdistanz (47:48) brachten. Berlin aber zeigte starke Nerven. Dreier von Marcus Eriksson und Niels Giffey verschafften den Gästen wieder Luft. Doch die Riesen, angetrieben von Carrington und Knight, blieben dran, Vor allem Hans Brase (6 Rebounds) zeigte eine starke Defensivleistung, seine Punkte Ende des dritten Viertels hielten die Riesen in dieser wichtigen Phase des Spiels auf Tuchfühlung (57:58).

Wie es sich für ein echtes Spitzespiel gehört, wurde das Schlussviertel zum mitreißenden Fight. Ludwigsburg kämpfte, glich durch Carrington zum 65:65 aus, Tanner Leissner, bis dahin mit vier Fouls für die Abteilung Attacke zuständig, besorgte die 67:65-Führung, die Weiler Babb sowie Knight und Leissner von der Freiwurflinie vergoldeten.

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