Logo

Finalturnier

Riesen vor Duell mit FC Bayern

Die Riesen haben den Gruppensieg verpasst. Nach einer 89:97-Niederlage gegen Alba Berlin müssen die Riesen nun bereits morgen gegen den FC Bayern München ran.

Umkämpfte Partie: Lorenz Brenneke (links) zieht gegen Ludwigsburgs Topscorer Thomas Wimbush energisch zum Korb. Foto: Baumann
Umkämpfte Partie: Lorenz Brenneke (links) zieht gegen Ludwigsburgs Topscorer Thomas Wimbush energisch zum Korb. Foto: Baumann

München. Zwei Tage statt drei Tage Pause, Bayern München statt Göttingen: Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben das letzte Gruppenspiel beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga gegen Alba Berlin mit 89:97 verloren. Als Tabellenzweiter der Gruppe B treffen die Riesen damit bereits morgen Abend (20.30 Uhr) auf Titelverteidiger Bayern München. Alba muss dagegen am Donnerstag gegen die BG Göttingen ran. In einem ausgeglichenen und hochklassigen Spiel waren die Berliner die effektivere Mannschaft. Angeführt von Luke Sikma zogen die Hauptstädter in der Schlussphase davon.

Die Riesen machten zunächst dort weiter, wo sie vier Tage zuvor beim Gala-Auftritt gegen Bamberg aufgehört hatten. Gerade im Angriff waren die Ludwigsburger gefährlich und punkteten mehrfach nach Offensivrebounds. Besonders Jonas Wohlfarth-Bottermann war dabei einer der auffälligsten Riesen. Nach einem Block gegen den Berliner Luke Sikma brachte er die Ludwigsburger auf der anderen Seite des Feldes mit 13:7 in Front.

Doch trotz – oder womöglich gerade wegen – der vier spielfreien Tage, die zwischen dem dritten und vierten Gruppenspiel lagen, geriet der Motor der Riesen ins Stocken. Hinzu kamen frühe Foulprobleme bei den Schwarz-Gelben. Ex-Riese Johannes Thiemann brachte die Hauptstädter mit seinem Dreier zum 20:18 erstmals in Führung.

Es war der erste von vielen Führungswechseln in der ersten Spielhälfte. Während bei den Berlinern der wertvollste Spieler (MVP) der BBL-Saison 2017/18, Luke Sikma, seine Teamkollegen immer wieder mit cleveren und spektakulären Pässen in Position brachte, tat sich bei den Ludwigsburgern Thomas Wimbush hervor. 17 Punkte legte der US-Amerikaner in der ersten Hälfte auf. Davon sieben in Serie, um aus einem 38:43-Rückstand eine 45:43-Führung kurz vor der Halbzeitpause zu machen. Drei Punkte von Rokas Giedraitis ließen aber die Berliner mit einem Vorsprung in die Kabine gehen (46:45).

Auch nach der Pause konnte sich kein Team absetzen. Erst als Ludwigsburgs Nick Weiler-Babb sein feines Händchen aus der Distanz zeigte, klaffte zumindest eine kleine Lücke zwischen den Riesen und Alba. Doch trotz des 59:54 für die Barockstädter hatten die Berliner stets eine Antwort im Angriff parat. Riesen-Trainer John Patrick hatte vor dem Spiel noch vor den enormen Offensivfähigkeiten des Gegners gewarnt. Marcus Eriksson, Thiemann und Sikma bestätigten die Aussagen des Coaches. Eriksson aus der Distanz und Sikma nach einem erneut cleveren Zug zum Korb besorgten Alba beim 71:63 die bis dahin höchste Führung der Partie.

Sikma verpasst das Triple Double

Dass allerdings auch die Riesen einen solchen Rückstand wegstecken können, bewiesen Weiler-Babb und Cameron Jackson. Jackson setzte sich Sekunden vor Viertelende energisch gegen Thiemann durch und verkürzte auf 67:71.

Der Ausgleich gelang den Riesen, als Marcos Knight, dem bis dahin nicht viel glückte, bewies, wieso er sich in den letzten Jahren den Spitznamen Wühlbüffel erspielt hat. Energisch setzte er sich unter dem Korb durch und stellte auf 78:78. Ein Dreier von Wimbush brachte die Riesen kurz darauf sogar in Front. Das täuschte aber nicht darüber hinweg, dass sich Alba gerade in den Schlussminuten reifer und abgeklärter zeigte. Allen voran Sikma. Per Distanzwurf stellte er erst auf 87:81 und fand dann Topscorer Eriksson, der mit seinem 15. Punkt auf 90:81 zwei Minuten vor Schluss stellte. Am Ende verpasste Matchwinner Sikma mit 15 Punkten, neun Rebounds und zehn Assists nur um einen Rebound ein Triple Double. Seiner guten Laune tat das aber keinen Abbruch. Bis in die Halle war die Freude der Berliner über den Sieg aus der Kabine zu hören.

Autor: