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Deutsche Eishockeyliga2

Bei den Steelers sitzen nur die Faustschläge

Die Bietigheim Steelers haben einen weiteren Rückschlag im Kampf um den zweiten Tabellenplatz einstecken müssen. Nach der Niederlage am Freitag gegen Freiburg zog der Eishockey-Zweitligist gestern auch gegen die Tölzer Löwen den Kürzeren und verlor mit 0:5.

Kein Durchkommen für Bietigheims Robin Just gegen die Tölzer Abwehr. Foto: Baumann
Kein Durchkommen für Bietigheims Robin Just gegen die Tölzer Abwehr. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Bei den Bietigheim Steelers staute sich gestern im Duell mit den Tölzer Löwen jede Menge Frust an. Der Eishockey-Zweitligist kam kaum zu Torchancen und lag kurz vor dem Ende mit 0:4 zurück. Da brauchte es ein Ventil für diesen Unmut. An der Bande vor der Tölzer Bank gerieten Bietigheims Brett Breitkreuz und Markus Eberhardt aneinander. Was als Rangelei begann, steigerte sich schnell zu einem heftigen Faustkampf, an dessen Ende beide am Boden lagen und die Schiedsrichter alle Mühe hatten, die Streithähne auseinander zu bekommen.

Minutenlang berieten sich die Referees. Dann sprachen sie ihre Strafen aus: Breitkreutz musste direkt vom Eis, C.J. Strech, der sich ebenfalls eingemischt hatte, bekam eine Zweiminutenstrafe, ebenso wie der Tölzer Andreas Schwarz. Zu allem Überfluss kassierten die Steelers direkt danach auch noch das 0:5 (Manuel Edfelder). Nach der 2:5-Niederlage am Freitag gegen Freiburg zogen die Steelers somit auch gestern im zweiten Topspiel des Wochenendes den Kürzeren.

„Wir hatten einige gute Torchancen und nicht getroffen. Die Jungs haben trotzdem weiter Moral gezeigt und hart gearbeitet. Wir hatten etwas Pech heute“, sagte Steelers Coach Danny Naud.

Im ersten Drittel kam auf beiden Seiten kein richtiger Spielfluss auf. Torchancen waren Mangelware. Entsprechend torlos ging es in die erste Pause. Auch im zweiten Durchgang herrschte Ladehemmung. Erst in der 31. Minute zappelte der Puck erstmals im Netz – zum Leidwesen der Steelers. Auf Vorlage von Marco Pfleger und Philipp Schlager gelang Reid Gardinger die 1:0-Führung für die Oberbayern. Nur eine Minute später hätte Riley Sheen ausgleichen können. Er scheiterte aber ebenso am starken Gästekeeper Maximilian Franzreb wie Brett Breitkreuz mit seinem strammen Schuss (37. Minute). Den Rückstand nahmen die Bietigheimer in den Schlussdurchgang. Und das dritte Drittel war kaum angepfiffen, da musste Bietigheim das 0:2 hinnehmen. In der 43. Minute beförderte Ex-Steeler Tyler McNeely das Spielgerät mit einem schönen Schuss ins obere Tordreieck. In der Folge hatten die Schwaben Schwierigkeiten, sich gefährliche Chancen zu erarbeiten. Stattdessen waren erneut die Tölzer Löwen erfolgreich, als Luca Tosto den Puck zum 3:0 über die Linie stocherte (47.). Acht Minuten vor dem Ende setzte es für die Steelers sogar noch das 0:4 durch Marco Pfleger und kurz vor Ende das 0:5.

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