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Bei Steelers ist noch Luft nach oben

Die erste Hälfte der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga 2 ist absolviert und die Zwischenbilanz der Bietigheim Steelers fällt durchwachsen aus.

Versucht die Steelers wieder in die Spur zu bringen: Trainer Marc St. Jean setzt auf „kleine Schritte.“Foto: Baumann
Versucht die Steelers wieder in die Spur zu bringen: Trainer Marc St. Jean setzt auf „kleine Schritte.“ Foto: Baumann

Bietigheim-Bisingen. Mit 13 Siegen und 13 Niederlagen bei 75:80 Toren liegen die erfolgsverwöhnten Schwaben nur auf Tabellenplatz sieben und hinken den selbstgesteckten Zielen noch hinterher. Trainer Hugo Boisvert hat es bereits den Job gekostet, Interimscoach Marc St. Jean verbuchte zwar ein kleines Zwischenhoch mit drei Siegen in Folge ohne Gegentor, musste aber am vergangenen Sonntag eine 1:5-Niederlage in Kaufbeuren registrieren.

„Ich habe viel gelernt in meinen ersten Spielen als Steelers-Trainer. Wir müssen kleine Schritte nach vorne machen“, sagt St. Jean. Die Zahlen nach 26 Saisonspielen jedenfalls zeigen, dass noch viel Luft nach oben ist. So liegt Bietigheim 14 Punkte hinter Spitzenreiter Kassel, in der Liste der DEL-2-Topscorer befindet sich Matt McKnight mit 28 Punkten als bester Bietigheimer nur auf Platz 25. Spitzenreiter ist Heilbronns Dylan Wruck (40 Punkte).

Im Powerplay, eine der großen Stärken der Steelers in den vergangenen Jahren, findet sich der viermalige Zweitliga-Meister mit mageren 15,2 Prozent Erfolgsquote als Liga-Schlusslicht wieder. Dafür funktioniert es bei Unterzahl mehr als ordentlich: Platz drei in der Liga mit 84,2 Prozent.

Der häufig ausbleibende Erfolg macht sich auch beim Zuschauerschnitt bemerkbar. Hier liegen die Schwaben mit 2598 Besuchern pro Spiel auf Rang sechs in der DEL 2.

Steigerungspotenzial ist also vorhanden und die Steelers wollen es nach Möglichkeit schon im Doppel-Vergleich mit Meister Ravensburg Towerstars an diesem Wochenende abrufen. Gespannt darf man sein, wie sich Neuzugang Guillaume Leclerc dabei präsentiert, der mit einem Probevertrag über vier Spiele ausgestattet wurde und heute in Ravensburg (20 Uhr) sein Debüt für Bietigheim gibt. Am Sonntag kommt es dann um 17 Uhr in der Ege Trans-Arena erneut zum Duell mit den Towerstars. „Wir sind überzeugt davon, dass uns Guillaume Leclerc mit seiner Schnelligkeit, seinem Willen und seinem Torriecher weiterhelfen wird. Wir wollen innerhalb der Mannschaft einen weiteren Impuls setzen“, erklärte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch die Besetzung der vierten Ausländerposition.

Gegner Ravensburg sucht bislang auch noch nach konstanter Form. Mit 43 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Rich Chernomaz nur drei Zähler und zwei Plätze vor Bietigheim.

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