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Eishockey

Bietigheim Steelers hilft mit Blick auf Play-offs jetzt nur noch ein Sieg gegen Kölner Haie

Nach der vierten Niederlage in Folge zittert Eishockey-Erstligist Bietigheim Steelers um die Play-off-Teilnahme.

Steelers-Trainer Daniel Naud hofft noch auf die Play-off-Teilnahme
Steelers-Trainer Daniel Naud hofft noch auf die Play-off-Teilnahme

Bietigheim-Bissingen. Binnen 24 Stunden setzte es zwei Niederlagen für den DEL-Neuling beim ERC Ingolstadt. Nach dem 2:4 am Dienstag unterlag das Team von Trainer Daniel Naud am Mittwoch mit 3:5 und rutschte vom Play-off-Rang 10 auf Platz 12 ab. Gegen die Kölner Haie am Freitag daheim muss nun unbedingt ein Sieg her, bevor es zum Hauptrunden-Finale am Sonntag zum deutschen Meister Eisbären Berlin geht.

In einem Match voller Emotionen, vielen teils überharten Aktionen und einer Strafzeitenflut besonders im ersten Drittel erwischte Ingolstadt einen Traumstart durch Justin Feser, der nach 28 Sekunden einen Schuss von Wayne Simpson unhaltbar für Steelers-Keeper Sami Aittokallio abfälschte.

Nachdem ein Check von Simpson gegen den Kopf von Evan Jasper lediglich mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde, nutzte Torjäger Riley Sheen das Powerplay mit einem Treffer zum Genießen zum 1:1-Ausgleich in der 5. Minute.

Zwei Minuten später saß Norman Hauner auf der Strafbank und wenig später stand es 2:1 für den ERC durch Brandon Defazio. In der 17. Minute stand erneut Sheen im Blickpunkt, dessen Vorarbeit von Guillaume Naud zum 2:2 veredelt wurde. Dennoch ging Ingolstadt mit einer 3:2-Führung in die erste Drittelpause. Feser hatte seinen zweiten Treffer verbucht – natürlich in Überzahl.

Im zweiten Spielabschnitt rückte Tom McCollum für Aittokallio zwischen die Pfosten, doch das 4:2 im Powerplay durch David Warsofsky in der 25. Minute konnte auch er nicht verhindern. Ingolstadt drehte nun mächtig auf und die Steelers konnten von Glück sprechen, nicht noch höher in Rückstand zu geraten.

Kurz vor Drittelende schöpfte der Aufsteiger plötzlich sogar wieder Hoffnung, als Naud mit seinem zweiten Tor des Abends auf 4:3 verkürzte. Bietigheim drängte nun auf den Ausgleich, hatte seine Möglichkeiten, doch die kalte Dusche folgte in der 46. Minute mit dem 5:3 durch Davis Koch. damit war die Niederlage der Steelers bereits besiegelt, doch der Play-off-Traum lebt zumindest bis Freitag weiter.

Krefelds Abstieg besiegelt

Die Krefeld Pinguine stehen vorzeitig als erster Absteiger seit 2006 aus der DEL fest. Der zweimalige deutsche Meister verlor das Nachholspiel bei den Adler Mannheim mit 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) und hat in den abschließenden beide Hauptrundenspielen keine Chance mehr, den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

Nach dem Abstieg dürften die Krefelder auf rechtliche Schritte setzen. Die Pinguine sehen wegen der vielen corona-bedingten Spielausfälle in dieser Spielzeit keinen sportlich fairen Wettbewerb und wollen vor das DEL-Schiedsgericht ziehen.

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