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Deutsche Eishockey Liga
Bietigheim Steelers kämpfen in der DEL gegen Augsburg leidenschaftlich, aber vergebens

Steelers-Keeper Sami Aittokallio und Jalen Smereck (r.) verteidigen mit aller Macht. Foto: Eibner
Steelers-Keeper Sami Aittokallio und Jalen Smereck (r.) verteidigen mit aller Macht. Foto: Eibner
Durch Corona geschwächter Eishockey-Club unterliegt bei Augsburger Panthern unglücklich mit 1:3

Bietigheim-Bissingen. Die Siegesserie der Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga ist am Freitagabend gerissen. Mit sieben Spielern weniger im Kader als der Gegner unterlag der Aufsteiger nach zuvor fünf Siegen den Augsburger Panthern mit 1:3. „Hut ab vor den Jungs, aber die Tore haben wir zu leichtfertig zugelassen“, sagte Max Renner nach dem Spiel bei Magenta Sport. Aufgrund mehrerer Coronafälle mussten die Bietigheimer auf zahlreiche Kräfte verzichten, darunter Kapitän Constantin Braun, René Schoofs oder Max Prommersberger. Mit nur 12Feldspielern und zwei Goalis reisten die Gäste an. Damit erfüllten sie die für den Antritt geforderte Minimalzahl von 10 Spielern und einem Torhüter.

Zunächst waren die Strapazen den Steelers nicht anzumerken. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen und Überzahlsituationen auf beiden Seiten. In der 16. Minute nutzten die Bietigheimer eines jener Power-Plays zur 1:0-Führung. Routinier Matt McKnight traf mit einem ansatzlosen Schuss. Zuvor hatte Steelers-Goali Sami Aittokallio mehrfach stark pariert.

Im zweiten Drittel ließ bei Bietigheim zunehmend die Konzentration nach. Mitte des Durchgangs rächte sich das innerhalb von 54 Sekunden zweimal. David Stieler (31.) und Matthew Puempel trafen für die Gastgeber. Dennoch hielten die Steelers tapfer dagegen und hatten vor dem Schlussdrittel noch alle Möglichkeiten zu punkten.

Hier hielt zunächst Aittokallio die Schwaben in der Partie. Doch mit zunehmender Spieldauer bauten die Steelers mehr Druck auf und kämpften verbissen um den Ausgleich. In der 48. Minute riss Daniel Weiß die Arme nach oben, doch nach die Schiedsrichter gaben das Tor nicht. Die Entscheidung war knifflig und wurde per Videobeweis lange überprüft. Das Ergebnis: Gästekeeper Oliver Roy hatte seinen Schoner schon auf dem Spielgerät. Wenig später wurde C.J. Stretch grenzwertig gestört, als er auf das Tor zulief. Mitten in der Drangphase der Gäste schlug Augsburg wie aus dem Nichts zu: In der 56. Minute entschied Andrew Leblanc das Spiel mit dem 3:1.

Am Sonntag empfangen die Steelers um 19 Uhr die Straubing Tigers. Ob dann mehr Spieler zur Verfügung stehen ist fraglich. „Ich mache mir nicht viel Hoffnung“, sagte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch.