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Deutsche Eishockey-Liga
Bietigheim Steelers machen nächsten Schritt in der DEL

Blick Richtung Play-offs? Die Steelers-Stürmer Riley Sheen (links) und C.J. Stretch während des Spiels in Nürnberg.Foto: Eibner
Blick Richtung Play-offs? Die Steelers-Stürmer Riley Sheen (links) und C.J. Stretch während des Spiels in Nürnberg.Foto: Eibner
Eishockey-Erstligist Bietigheim Steelers hat mit der Verpflichtung von Torhüter Tom McCollum vielleicht den entscheidenden Schachzug mit Blick auf das Unternehmen Ligaverbleib gemacht.

Bietigheim-Bissingen. Wenige Stunden vor Transferschluss am Dienstagabend sicherte sich der DEL-Aufsteiger die Dienste des erfahrenen 32 Jahre alten US-Amerikaners, der damit die letzte Importstelle in Bietigheim besetzt und zuletzt das Trikot des HC Innsbruck in der ersten österreichischen Liga trug.

Auch die beste Liga der Welt kennt der 1,88 Meter große Linksfänger, denn für den NHL-Club Detroit Red Wings absolvierte McCollum drei Spiele. Zudem gewann er in Nordamerika mit den Grand Rapids Griffins 2013 den Calder Cup.

„Mit Tom McCollum wollen wir die Position des Torhüters absichern. Im anstehenden Endspurt um den Klassenerhalt wollen wir diese wichtige Position stabilisieren“, äußerte sich Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch zur Neuverpflichtung.

Absicherung für Aittokallio

Mit dem Finnen Sami Aittokallio hat man vor der Saison zwar einen echten Glücksgriff zwischen den Pfosten getätigt. Der Routinier ist sozusagen die Lebensversicherung der Steelers und darf zu den besten Keepern der Deutschen Eishockey-Liga gezählt werden.

Allerdings gab es auch immer wieder verletzungsbedingte Pausen, in denen mit Cody Brenner ein sehr talentierter, aber auch noch junger und DEL-unerfahrener Torhüter einsprang. In den letzten und entscheidenden Spielen der Hauptrunde wollen die Steelers auf Nummer sicher gehen. Die Ausgangsposition hat sich am Mittwochabend mit dem 5:1-Sieg bei den Nürnberg Ice Tigers noch einmal stark verbessert. Mit dem vierten Erfolg aus den letzten fünf Spielen rückte Bietigheim in der Tabelle auf Platz 10 vor, mit dem man am Ende der Hauptrunde sogar die Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale geschafft hätte.

Wichtiger aber ist derzeit noch, dass man inzwischen fünf Clubs hinter sich gelassen hat. Rene Schoofs, einer der Torschützen in Nürnberg, zeigte sich zufrieden: „Wir haben gerade im Powerplay wichtige Tore erzielt und am Ende auch verdient gewonnen. Es passt.“

Heimspiel gegen Wolfsburg am Sonntag

Einen weiteren Schritt nach vorne machen können die Steelers an diesem Wochenende. Am Freitag steht das Gastspiel beim ERC Ingolstadt auf dem Programm, der am Mittwoch eine 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Schlusslicht Krefeld schlucken musste, aber als Tabellensechster weiter auf Play-off-Kurs liegt.

Im Heimspiel am Sonntag (19 Uhr, Ege Trans-Arena) kommt mit dem Liga-Zweiten Grizzlys Wolfsburg ein DEL-Schwergewicht ins Ellental. Die Niedersachsen, die alle bisherigen drei Duelle mit Bietigheim für sich entscheiden konnten (4:0, 3:2, 5:3), haben sich mit dem Franko-Kanadier Alexandre Mallet vom tschechischen Erstligisten Zlin auch noch einmal verstärkt.