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Eishockey

Bietigheim Steelers sichern sich gegen die Krefeld Pinguine den Klassenerhalt

Den Bietigheim Steelers reicht eine Niederlage im Penaltyschießen gegen die Krefeld Pinguine, um vier Spieltage vor Saisonende den Klassenverbleib zu sichern.

Bietigheims Tim Schüle (links) macht sich gegen Krefelds Torschütze Lucas Lessio lang. Foto: Baumann
Bietigheims Tim Schüle (links) macht sich gegen Krefelds Torschütze Lucas Lessio lang. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Um 19.06 Uhr hatten die 2804 Zuschauer am Sonntagabend in der EgeTrans-Arena Gewissheit, dass in der 2012 eröffneten Mehrzweckhalle auch in der kommenden Spielzeit DEL-Eishockey gespielt wird. Endgültig entschieden war die Partie der Bietigheim Steelers gegen die Krefeld Pinguine zu diesem Zeitpunkt dabei noch gar nicht. Denn beim Stand von 1:1 ertönte die Schlusssirene. Der damit sichere Punkt, das war schon vor der Partie klar gewesen, reichte den zehntplatzierten Steelers, um gegen Schlusslicht Krefeld den Klassenverbleib zu sichern. Dass die Partie nach Penaltyschießen letztlich mit 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) für die Gäste endete, störte die Steelers-Fans in der Halle schon gar nicht mehr. Kurz nach Spielende rollten sie ein grün-weiß-blaues Banner aus. „Nie mehr 2. Liga“, war darauf zu lesen, ehe die Steelers-Kurve hinter einem gleichfarbigen Konfetti-Regen verschwand.

„Das hätte vor der Saison keiner geglaubt“

„Das hätte vor der Saison keiner in Deutschland geglaubt“, sagte Steelers-Trainer Daniel Naud über den nur von wenigen erwarteten Klassenverbleib des Aufsteigers in seiner ersten DEL-Saison. „Für den Standort ist das wahnsinnig wichtig, in der Topliga zu spielen“, so Naud weiter.

Zuvor war Krefeld am Sonntag besser in die Partie gestartet und hatte deutlich gemacht, sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg zu wehren. So hatten die Gäste anfangs mehr Scheibenbesitz als die Steelers. Zunächst parierte Keeper Sami Aittokallio souverän, bis die Ellentäler einen Konter setzten. Daniel Weiß legte quer auf den mitgeeilten Guillaume Naud, der im Nachsetzen zum 1:0 stocherte (13. Minute). „Ein typischer Konter für uns“, freute sich Papa Naud über den Treffer seines Sohnes.

Riley Sheen verpasst das 2:0

Bietigheim verpasste es, auf 2:0 zu erhöhen. Das rächte sich im Mitteldrittel. Nach zwei Minuten sah es zunächst aus, als hätte Riley Sheen das 2:0 erzielt, doch der Puck sprang von der Latte zurück aufs Eis. Im Gegenzug war nun der Gast eiskalt: Lucas Lessio stand goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (22.).

Bietigheim zeigte sich davon unbeeindruckt. Matt McKnight verpasste mit der größten Chance das 2:1 (35.). Auf der anderen Seite hielt das Steelers-Bollwerk einem intensiven zweiminütigen Powerplay der Gäste stand.

Krefeld Pinguine stemmen sich gegen Abstieg

Beide Teams kämpften weiter aufopferungsvoll. In der Verlängerung schien es zunächst, als hätten die Gäste die Partie bereits gewonnen. Jedoch wurde nach minutenlangem Studium der Videobilder von den Schiedsrichtern ein Krefeld-Tor nicht gegeben. Aittokallio soll in einer unübersichtlichen Situation behindert worden sein. So fiel die Entscheidung im Penaltyschießen, in dem von acht Schützen lediglich Jeremy Bracco traf.

Norman Hauner verlängert Vertrag

Für die Steelers, die in der kommenden Woche die letzten vier Spiele der Hauptrunde absolvieren, geht es nun um Pre-Play-off-Platz zehn. „Wir haben schon geschafft, was niemand geglaubt hatte. Warum nicht ein zweites Mal?“, gab sich Naud mit dem Klassenverbleib im Rücken kämpferisch. Indes gehen auch die Planungen für die nächste Saison weiter. Am Sonntag war vor Spielbeginn die Vertragsverlängerung von Angreifer Norman Hauner verkündet worden. Der folgende Jubel sollte nicht der letzte des Abends gewesen sein.

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