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Eishockey

Bis Peking wartet noch viel Arbeit

Noch läuft längst nicht alles nach Plan: Der deutsche Eishockey-Nachwuchs investierte viel, musste gestern aber in Bietigheim-Bissingen eine 2:5-Niederlage im Länderspiel gegen die Schweiz einstecken.

Viel Betrieb vor dem Tor des Schweizer Keepers Gilles Senn (62).Foto: Baumann
Viel Betrieb vor dem Tor des Schweizer Keepers Gilles Senn (62). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. In Memmingen beim ersten Vergleich mit der Schweiz hatte die deutsche U24/U25-Auswahl dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm am Dienstagabend mit dem 4:2-Sieg einen erfolgreichen Einstand beschert. Der Nachfolger von Olympia-Silberschmied Marco Sturm sah vor 2550 Zuschauern zwei Unterzahltore seines Teams, das sich quasi schon für die Winterspiele 2022 in Peking einspielt. „Ich ziehe eine positive Bilanz. Wir haben zwar einige Fehler gemacht, aber waren organisiert genug, um manche davon wegzuarbeiten“, gab Söderholm zu Protokoll.

Mit dem „Top Team Peking“ bekommen Talente eine weitere Plattform, um sich zu zeigen und sich international zu messen. Denn der Sprung von der U20 in die A-Nationalmannschaft ist oft zu groß. Daher wird man den Großteil des Kaders, der in Memmingen und Bietigheim vorspielte, bei der A-Weltmeisterschaft im April in der Slowakei noch nicht sehen.

Vor 3020 Zuschauern in der Ege Trans-Arena sorgte die DEB-Auswahl gestern Abend gleich für mächtig Dampf und ging in der 3. Minute durch Iserlohns Lean Bergmann in Führung, der bei Überzahl ein Break eiskalt verwandelte. Die Schweiz kam erst langsam in Fahrt, scheiterte jedoch wiederholt an Keeper Mirko Pantkowski, der in der DEL 2 für die Heilbronner Falken im Einsatz ist.

Machtlos war Pantkowski jedoch in der 29. Minute, als Michael Hugli für die Schweiz zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte. Drei Minuten später legten die Eidgenossen im Powerplay nach und führten durch Tim Berni mit 2:1. Ein Fehler im deutschen Spielaufbau ermöglichte den Gästen in der 37. Minute das 3:1 durch Marco Miranda. Innerhalb von zehn Minuten hatte der Schweizer Nachwuchs Schwächen in der DEB-Auswahl gnadenlos aufgedeckt.

Die deutsche Mannschaft mobilisierte im dritten Drittel noch einmal alle Kräfte, doch ein Blackout in der deutschen Abwehr verhalf Jerome Bachofner zum 4:1 in der 55. Minute. Fabio Wagner verkürzte in der 58. Minute auf 2:4, doch das letzte Wort hatte die Schweiz mit dem 5:2 durch Mirandas zweiten Treffer.

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