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Boisvert hofft auf Weller und Cabana

Beim Heimspiel am Sonntag gegen die Dresdner Eislöwen darf sich Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen auf eine ganz spezielle Atmosphäre freuen: Die Steelers sind im Rahmen ihrer Aktion „Tag der Schulen“ bereits über 3000 Tickets losgeworden.

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Mächtig in Fahrt: Steelers-Stürmer Shawn Weller sorgt für Tore und Vorlagen. Foto; Baumann

Bietigheim-Bissingen. Da will sich das Team von Trainer Hugo Boisvert natürlich nicht lumpen lassen und nach der Deutschland-Cup-Pause den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und vielleicht sogar den Sprung unter die Top vier der Tabelle schaffen – da, wo sich der Meister auch nach der Hauptrunde gerne sehen würde.

Zuletzt gab es drei Siege in Folge für den Tabellenfünften und nach dem 6:3-Heimerfolg gegen Crimmitschau vor knapp zwei Wochen zeigte sich auch Boisvert gut gelaunt: „Wir haben gut gearbeitet, ich bin sehr zufrieden mit der Leistung.“ Sozusagen als Belohnung gab es fünf freie Tage für die Spieler. „Da kann man gut regenerieren“, meinte Boisvert.

Zudem kehren mit den Stürmern Shawn Weller und Freddy Cabana zwei Leistungsträger vielleicht schon heute Abend beim Spiel in Kassel ins Team zurück, auf die die Schwaben in den vergangenen Wochen verletzungsbedingt verzichten mussten und die dem Kader neue Tiefe verleihen würden. „Es kann sein“, wollte sich Boisvert jedoch noch nicht endgültig festlegen. Weiter auf der Ausfallliste steht dagegen Torhüter Ilya Sharipov.

Mit den Dresdner Eislöwen kommt am Sonntag (17 Uhr) eine Mannschaft in die Ege Trans-Arena, die mit einem schlechten Saisonstart dafür gesorgt hat, dass der Ex-Bietigheimer Jochen Molling seinen Trainerjob bei den Sachsen schon wieder los ist. Die als Titel-Mitfavorit gehandelten Eislöwen holten als neuen Bandenchef den 48 Jahre alten Kanadier Bradley Gratton. Mit 15 Punkten hinkt Dresden als Tabellendrittletzter den eigenen Ansprüchen noch weit hinterher.

Vor dem Heimspiel muss Bietigheim jedoch die heutigen Auswärtsaufgabe bei den Kassel Huskies lösen, die den Steelers Ende September beim 8:3 eine empfindliche Heimniederlage beibrachten. Die Hessen befinden sich inzwischen wie Dresden auch im Krisenmodus und haben ebenfalls auf der Trainerposition reagiert. Rico Rossi ist jetzt Sportlicher Leiter beim Ex-Erstligisten, Bob Carpenter soll für die Wende sorgen. Unter dem neuen Coach setzte es jedoch vier Niederlagen in Serie und den Absturz auf Platz 11.

Inzwischen wurde mit Tim Kehler auch noch ein Co-Trainer geholt, der von 2013 bis 2016 beim Erzrivalen Löwen Frankfurt unter Vertrag stand. Der ebenfalls neu verpflichtete Stürmer Mark MacMillan ist schon wieder Geschichte bei den Huskies. Nach nur zwei Spielen für Kassel wurde sein Vertrag aufgelöst.