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Boisvert sieht kein Problem des Spielsystems

Steelers nach vier Niederlagen am Stück heute gegen Bad Tölz – Am Sonntag Derby in Heilbronn

Bietigheim-Bissingen. Eine Ergebniskrise lässt sich beim Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen nach vier Niederlagen in Serie nicht mehr wegdiskutieren. Aber steckt noch mehr dahinter?

Nach der 2:5-Heimniederlage am Mittwoch gegen Tabellenführer Lausitzer Füchse gab sich Weißwassers Coach Corey Neilson bescheiden: „Die Steelers waren das bessere Team und wir waren weitestgehend unterlegen. Erst im letzten Drittel waren wir besser und zudem hat unser Goalie wieder gut gespielt.“

Neilsons Kollege Hugo Boisvert sah es ähnlich und stellte klar: „Es ist kein Problem unseres Spielsystems. Wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt und zu viele einfache Tore kassiert.“

Unübersehbar ist aber auch, dass gerade die erfahrenen Spieler bei einem Rückstand schnell die gewohnte Souveränität vermissen lassen und Fehler produzieren. Dass Weißwasser im Gegensatz zu Bietigheim mit vier Sturmreihen und sieben Verteidigern spielen konnte, war zweifellos ein Nachteil für den Meister.

„Wir sind derzeit in einem Loch. Aus der Vergangenheit sind die Spieler solch eine Niederlagenserie nicht gewohnt. Wir müssen jetzt zusammenhalten und zusammen können wir auch wieder gewinnen,“ forderte Boisvert.

Die Tölzer Löwen, die am heutigen Freitag um 20 Uhr in der Ege Trans-Arena gastieren und vom früheren Steelers-Coach Markus Berwanger trainiert werden, kassierten am Mittwoch eine 2:9-Klatsche in Frankfurt und liegen mit acht Punkten auf Tabellenplatz acht – direkt hinter den Steelers (9 Punkte/Platz 7).

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg will der bayerische Traditionsclub näher an die Play-off-Ränge heranrücken und setzt in der Offensive dabei besonders auf die beiden kanadischen Neuzugänge Kyle Beach (kam vom Villacher SV/Österreich) und Stephen MacAulay (zuletzt Florida Everblades). Nummer eins zwischen den Pfosten ist Benjamin Meister, der vom DEL-Club Augsburger Panther zu den Tölzern wechselte.

Falken auf Augenhöhe

Beim Derby am Sonntag in Heilbronn (17 Uhr) begegnen sich die beiden Erzrivalen tabellarisch auf Augenhöhe. Der neue Falken-Coach Alexander Mellitzer hat mit den Unterländern einen soliden Saisonstart mit vier Siegen und zwei Niederlagen hingelegt, der von den Fans jedoch bislang noch nicht honoriert wurde. Mit einem Zuschauerschnitt von 1538 bildet Heilbronn das DEL-2-Schlusslicht.