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DEL

Brenner ermöglicht Bietigheim Steelers gegen ERC Ingolstadt die Trendwende

Nach sieben Niederlagen in Folge feiert der DEL-Aufsteiger einen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Ingolstadt

Hartes Duell: Bietigheims Evan Jasper (re.) gegen Justin Feser.Foto: Baumann
Hartes Duell: Bietigheims Evan Jasper (re.) gegen Justin Feser. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Der Bock ist umgestoßen: Die Bietigheim Steelers beendeten ihre Negativserie in der Deutschen Eishockey-Liga von sieben Niederlagen in Folge und verbuchten einen 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen den ERC Ingolstadt.

Wie von Trainer Daniel Naud angekündigt, kehrte Stürmer Mitchell Heard nach drei Spielen Pause in den Steelers-Kader zurück und fand sich in der vierten Reihe als Center neben den Youngstern Robert Kneisler und Fabjon Kuqi wieder.

Weiter auf der Verletztenliste standen auch am Freitag Stammkeeper Sami Aittokallio und Verteidiger Guillaume Naud.

Die frühe Führung nach nur wenigen Sekunden verpasste Evan Jasper, der frei vor ERC-Keeper Kevin Reich scheiterte. Ingolstadt trat allerdings längst nicht so passiv auf wie Nürnberg zwei Tage zuvor an gleicher Stelle und sorgte dafür, dass Steelers-Torhüter Cody Brenner schnell warm wurde. In der 14. Minute zündete dann das Powerplay der Schwaben: Riley Sheen entdeckte eine kleine Lücke und traf zur 1:0-Führung, die auch der Überprüfung per Videobeweis standhielt.

Nur 41 Sekunden später legte der Liga-Neuling nach und verbuchte durch Benjamin Zientek das 2:0. Doch in Überzahl schlug Ingolstadt zurück und verkürzte in der 16. Minute durch Justin Feser auf 2:1, als Norman Hauner auf der Strafbank saß.

Den 2254 Zuschauern in der Ege Trans-Arena boten beide Teams auch im zweiten Drittel Offensiv-Eishockey mit vielen spektakulären Szenen. In der 34. Minute wurde den Steelers eine weitere Strafzeit gegen Alex Preibisch zum Verhängnis: Feser glich mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 aus.

Ingolstadt gab im dritten Drittel den Ton an und drängte auf den Führungstreffer. Brenner verhinderte Schlimmeres. Naud nahm folgerichtig eine Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bringen. Doch die Gäste blieben am Drücker, scheiterten aber immer wieder am überragenden Cody Brenner, der dafür sorgte, dass es in die Verlängerung ging. In der Overtime glückte den Steelers der Lucky Punch. Nach Vorlage von Heard und Constantin Braun schlug C.J. Stretch eiskalt zu und sicherte Bietigheim mit dem 3:2 zwei wichtige Punkte.

„Ein Riesenlob an Cody Brenner, er hat uns das Leben gerettet“, freute sich Naud über die starke Vorstellung seines Torhüters.

Am Sonntag stehen die Steelers vor einer ungemein schweren Aufgabe beim deutschen Vizemeister Grizzlys Wolfsburg. Die Niedersachsen zählen auch in dieser Saison zum Favoritenkreis für den Titelgewinn in der DEL.

Die Stärke der Mannschaft von Trainer Mike Stewart bekam Bietigheim bereits am 3. Spieltag zu spüren, als man auf eigenem Eis mit 0:4 unterlag. Erst kürzlich haben die Wolfsburger auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen und den ehemaligen finnischen Nationalspieler Jonas Enlund verpflichtet. Der 33-jährige Stürmer spielte zuletzt in der multinationalen KHL bei Neftekhimik Nizhnekamsk.

Pause nach Wolfsburg-Spiel

Nach dem Match am Sonntag können die Steelers etwas durchschnaufen, denn das Turnier um den Deutschland-Cup ermöglicht eine knapp zweiwöchige Pause.

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