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DEL schon im Hinterkopf der Steelers

Nach sieben Abgängen von überwiegend langjährigen Leistungsträgern hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers seinen Kader neu ausgerichtet – auch schon mit Blick auf die übernächste Saison, in der ein DEL-Aufstieg möglich wird.

Im Gespräch: Steelers-Trainer Hugo Boisvert mit seinem neuen Torhüter Stephon Williams.Foto: Baumann
Im Gespräch: Steelers-Trainer Hugo Boisvert mit seinem neuen Torhüter Stephon Williams. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Mit Torhüter Sinisa Martinovic, Verteidiger Bastian Steingroß sowie den Stürmern Tyler McNeely, Shawn Weller und Marcus Sommerfeld verabschiedete man im Ellental lauter Routiniers, die die erfolgreichen Jahre mit Meisterschaften und Finalteilnahmen entscheidend mitgeprägt hatten.

Lediglich in der vergangenen Runde mussten die Steelers etwas kleinere Brötchen backen, als Bietigheim ungewöhnlich früh im Play-off-Viertelfinale an Dresden scheiterte. Die Formschwankungen waren bereits während der Hauptrunde zu beobachten, als die Schwaben erst im Endspurt Platz zwei eroberten. Für Trainer Hugo Boisvert, der vor einem Jahr Kevin Gaudet als Bandenchef beerbte, sicher Ansporn genug, wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

Die Herausforderung dürfte groß sein, da ambitionierte Teams wie Frankfurt, Kassel oder Dresden sich auch positionieren werden, um sich 2021 den Traum vom Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga zu erfüllen. Stürmer Brett Breitkreuz, der von den Löwen Frankfurt nach Bietigheim wechselte, versprühte gegenüber den Eishockey News schon mal Optimismus: „Ich glaube, wir haben dieses Jahr eine starke Mannschaft und vor allem einen tiefen Kader. Ich hoffe, wir können ein Wörtchen um den Titel mitreden.“

In der neuen Spielzeit, die am Freitag mit einem Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim beginnt, setzen die Schwaben auf ein neues Torhüter-Duo. Für Martinovic, der sich dem Liga-Konkurrenten Bad Tölz anschloss, und Ilya Sharipov, den sich Erstligist Schwenningen angelte, holte man den US-Amerikaner Stephon Williams, der vom slowakischen Meister HC Banska Bystrica kam, sowie den 22 Jahre alten Cody Brenner vom Zweitliga-Absteiger Deggendorf.

Auch in der Verteidigung werden sich neue Pärchen bilden nach der Verpflichtung von Rückkehrer Tim Schüle (Frankfurt), Chris Owens (Weißwasser) und Eric Stephan (Nürnberg). Im Angriff der Steelers muss neben Breitkreuz Lukas Laub integriert werden, der zuletzt für die Düsseldorfer EG auflief.

Topscorer Matt McKnight ist kaum zu ersetzen

Ansonsten kann Boisvert auf ein Gerüst von überdurchschnittlichen Zweitligaspielern zurückgreifen. So ist zum Beispiel ein Matt McKnight, in der vergangenen Saison zum Spieler des Jahres in der DEL 2 gekürt, kaum zu ersetzen. Der 35 Jahre alte Kanadier, der seit 2013 das Steelers-Trikot trägt, war mit 90 Punkten einmal mehr Topscorer seines Teams.

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