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Eishockey

Derbysieg kostet einige Nerven

Im Derby gegen den Erzrivalen aus Heilbronn hat Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen die Spannung gestern Abend auf die Spitze getrieben und durfte sich am Ende nach einem glücklichen 4:3-Sieg nach Verlängerung von den Fans feiern lassen.

Kampf mit Haken und Ösen: Max Prommersberger (Steelers, links) gegen Heilbronns Greg Gibson.Foto: Baumann
Kampf mit Haken und Ösen: Max Prommersberger (Steelers, links) gegen Heilbronns Greg Gibson. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Damit bleiben die Chancen der Steelers auf Platz vier intakt, mit dem der Meister in den Play-offs zunächst Heimrecht hätte.

Vom ersten Bully an brachten beide Teams viel Tempo ins Spiel und suchten die Offensive. Die Gastgeber mussten erneut auf den noch verletzten Routinier Freddy Cabana verzichten.

Vor 4517 Zuschauern in der ausverkauften Ege Trans-Arena nutzten die Falken dann das erste Powerplay in der 10. Minute zum 0:1 durch Heilbronns Topscorer Roope Ranta. Die zu weit aufgerückten Steelers waren dabei klassisch ausgekontert worden.

Dass Bietigheim zuletzt in Überzahl äußerst effektiv auftrat, zeigte sich auch in der 14. Minute, als Shawn Weller mit einem Lupfer Heilbronns Keeper Mirko Pantkowski überlistete.

Doch nur eine Minute später lagen die Gäste erneut in Führung, als Samuel Soramies mit dem dritten Powerplaytreffer des Abends das 2:1 erzielt hatte. Erneut sah Bietigheims Defensive nicht gut aus.

Die Steelers taten sich zu Beginn des zweiten Drittels zunächst schwer, ihren Rhythmus zu finden, doch in der 28. Minute entdeckte Yannick Wenzel die Lücke zum 2:2, nachdem zuvor Willie Corrin noch an Pantkowski gescheitert war.

Die Freude hielt keine zwei Minuten, denn Greg Gibson spazierte durch die Bietigheimer Abwehr und schoss Heilbronn zum dritten Mal in Führung. Erneut dürfte das Abwehrverhalten seines Teams Steelers-Trainer Hugo Boisvert Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben.

Heilbronn verdichtete im dritten Spielabschnitt die neutrale Zone und machte es Bietigheim schwer, zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Erst eine perfekte Einzelleistung von Marcus Sommerfeld bescherte dem Meister den 3:3-Ausgleich in der 51. Minute. Es entwickelte sich eine hochklassige Schlussphase, in der beide Mannschaften die Entscheidung suchten. Tore fielen jedoch nicht mehr, so dass es in die Verlängerung ging, die Bietigheim ein Powerplay bescherte. das Topscorer Matt McKnight in der 64. Minute zum 4:3-Siegtreffer nutzte.

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