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Eishockey: Bietigheim Steelers sind nicht zu stoppen

Mit nur elf Feldspielern im Kader gewinnen die Bietigheimer das zweite Spiel innerhalb von drei Tagen in der DEL2

Derzeit kaum in den Griff zu bekommen: Riley Sheen ist der letzte verbleibende Ausländer im Steelers-Kader. Foto: Baumann
Derzeit kaum in den Griff zu bekommen: Riley Sheen ist der letzte verbleibende Ausländer im Steelers-Kader. Foto: Baumann

Bad Nauheim/Ludwigsburg. Es scheint, als würden die Bietigheim Steelers in besonders schwierigen Situation über sich hinauswachsen. In der ohnehin enorm ausgeglichenen Deutschen Eishockeyliga 2 haben die Ellentäler gestern mit einer Rumpftruppe beim EC Bad Nauheim mit einem 6:2 den zweiten Sieg innerhalb von drei Tagen gefeiert.

War die Personaldecke schon beim 6:4-Heimsieg am Freitagabend dünn gewesen, war die Auswechselbank der Bietigheimer gestern noch spärlicher besetzt. „Hut ab an die Spieler. Es mussten Spieler wichtige Minuten spielen, die diese normalerweise nicht spielen“, hatte Naud noch nach dem Sieg am Freitag gesagt.

Gestern fielen zusätzlich Matt McKnight, der am Freitag mit dem gegnerischen Torpfosten zusammengeprallt war, und auch C.J. Stretch verletzt aus. So hatten die Bietigheimer nur elf Feldspieler im Kader, was zumindest corona-konforme Abstände auf der Auswechselbank erlaubte. Schon Mitte Dezember hatten die Steelers nach dreiwöchiger coronabedingter Pause bei den Bayreuth Tigers mit nur 13 Feldspielern 5:2 gewonnen.

In Bad Nauheim brachte Riley Sheen, der letzte verbleibende Ausländer im Steelers-Kader, die Bietigheimer bereits in der 5. Minute in Führung. Youngster Fabjon Kuqi erhöhte noch im ersten Drittel auf 2:0.

Sheen schnürt Dreierpack

Die Entscheidung fiel im zweiten Abschnitt – dank eines Doppelschlags: Erneut Sheen erhöhte zunächst auf 3:0 (23. Minute), ehe Robert Kneisler das 4:0 gelang (26.). Bad Nauheims Treffer durch Andreas Pauli (32.) konterte nur fünf Minuten später Sheen zum 5:1 (37.). Es war der fünfte Treffer des Kanadiers innerhalb von drei Tagen, nachdem er bereits gegen Kaufbeuren doppelt getroffen hatte. Zudem wat es der zweite Hattrick eines Bietigheimer Spielers an diesem Wochenende. Auch Norman Hauner war am Freitagbend ein Dreierpack gegen den ESV gelungen.

Nach Aaron Reinigs 2:5 wenige Sekunden vor Drittelende dauerte es beinahe den gesamten Schlussabschnitt, ehe die Scheibe erneut den Weg ins Tor fand. Diesmal traf Hauner zwei Minuten vor Spielende zum 6:2-Endstand ins leere EC-Tor.

Mit dem Sieg springen die Bietigheimer auf den dritten Tabellenplatz. Viel Zeit zum Regenerieren bleibt aber nicht: Bereits morgen folgt das Derby gegen die Heilbronner Falken in der EgeTrans-Arena(20 Uhr).

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