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Eishockey-Saison für Steelers beendet

Bietigheimer Zweitligst verpasst zum ersten Mal seit 2012 die Play-offs – Knappe 2:3-Niederlage in Kaufbeuren

Keine Wende gebracht: Steelers-Coach Marc St. Jean. Archivfoto: Baumann
Keine Wende gebracht: Steelers-Coach Marc St. Jean. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Volker Schoch war gestern Abend mächtig sauer. „Ich bin maßlos enttäuscht. Punkt“, platzte es am Telefon aus dem Geschäftsführer der Bietigheim Steelers heraus. „Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen.“

Zweimaliger Rückstand

Zuvor hatte der Eishockey-Zweitligist das zweite Spiel der Pre-Play-off-Serie 2:3 gegen den ESV Kaufbeuren verloren. Das Dramatische: Wie schon am Freitag, bei der 3:4-Niederlage in der heimischen Ege Trans-Arena, kassierten die Bietigheimer den entscheidenden Gegentreffer kurz vor Spielende. Am Freitag 30 Sekunden vor Schluss, gestern waren es sogar nur elf. Für die Steelers bedeutet die zweite Niederlage in der Best-of-Three-Serie damit das vorzeitige Ende der Saison. Zum ersten Mal seit 2012 verpassen die Bietigheimer damit die Play-offs.

Gestern Abend hätten sich die Steelers mit einem Sieg ein weiteres Heimspiel am Dienstag erkämpfen können. Nach zweimaligem Rückstand glichen die Bietigheimer zweimal aus. Mychal Monteith (32. Minute) und Brett Breitkreuz (35. Minute) ließen die Fans der Grün-Weiß-Blauen hoffen.

Doch elf Sekunden vor Schluss beendete Kaufbeurens Joseph Lewis alle Endrunden-Träume Bietigheims. „Wir haben die Play-offs nicht heute verloren. Die Mannschaft hat gekämpft und hatte einfach Pech“, sagte Schoch. „Das ist das Spiegelbild dieser Spielzeit.“

Für die Steelers ist es das Ende einer Horror-Saison. Mit dem Ziel, trotz weiterem geplantem Schuldenabbau die Play-offs mit Heimrecht zu erreichen, war der SCB in die Liga gestartet. Doch davon entfernten sich die Steelers schnell. Auch der Trainerwechsel vom unerfahrenen Hugo Boisvert auf den bisherigen Sportdirektor Marc St. Jean erbrachte keine Wirkung. Nur knapp entging Bietigheim der Abstiegsrunde.

Scherben zusammenkehren

In der nächsten Saison ist wieder ein sportlicher Aufstieg in die DEL möglich. Dabei wollen die Bietigheimer ein Wort mitreden. „Wir müssen jetzt diesen Scherbenhaufen zusammenkehren und das Ganze analysieren. Da brauchen wir etwas Zeit“, blickte Schoch voraus. Die Spieler mit auslaufenden Verträgen sind laut Schoch noch bis zum 30. April bei den Steelers angestellt.

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