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Deutsche Eishockeyliga 2

Ersehnter Neustart für die Steelers

Für die Bietigheim Steelers geht es in den Pre-Play-offs um die Qualifikation für das Viertelfinale der DEL.2. Gegen den ESV Kaufbeuren müssen zwei Siege her, um die Saison nicht vorzeitig zu beenden. Besonders ein Spieler des ESV bereitete den Bietigheimern aber in der Hauptrunde Sorgenfalten.

Nur schwer zu stoppen: Kaufbeurens Sami Blomqvist (links), hier im Duell mit Bietigheims Benjamin Zientek, trifft erneut auf seinen Lieblingsgegner.Foto: Baumann
Nur schwer zu stoppen: Kaufbeurens Sami Blomqvist (links), hier im Duell mit Bietigheims Benjamin Zientek, trifft erneut auf seinen Lieblingsgegner. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Wie Play-off-Atmosphäre in der Bietigheimer Ege.Trans-Arena aussieht, haben die Spieler des Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers bereits letzte Woche erfahren. Mit dem 5:2-Sieg gegen die Heilbronner Falken sicherten sich die Ellentäler den Platz in den Pre-Play-offs, in denen in Spiel eins in der Best-of-3-Serie der ESV Kaufbeuren heute in Bietigheim zu Gast ist (20 Uhr). „Gegen Heilbronn war viel Druck da. Wir haben aber eine entsprechende Leistung gezeigt mit viel Kampf und Wille. Das war am Ende wie in einem Play-off-Spiel“, erinnert sich auch noch Steelers-Trainer Marc St. Jean.

Der Coach ist ohnehin froh, dass die turbulente Hauptrunde nun zuende ist. „Es war eine sehr lange Saison mit Hochs und Tiefs. Für uns ist es ein Neustart“, so St. Jean, der im November den Trainerposten von Hugo Boisvert übernahm.

Sami Blomqvists Traumbilanz gegen die Bietigheim Steelers

Viermal trafen die Bietigheimer in dieser Saison bereits auf Kaufbeuren. Dreimal gingen die Bayern als Gewinner vom Eis. „Wir waren oft zu ungeduldig, obwohl wir teilweise gut gespielt haben. Aber dann wurde jeder kleine Fehler bestraft.“ Besonders Sami Blomqvist bekamen die Steelers-Verteidiger überhaupt nicht in den Griff. Neun Tore erzielte der zweitbeste Scorer der Liga in vier Spielen gegen die Bietigheimer. „Das ist fast ein Viertel seiner Tore“, stellt St. Jean fest.

Doch das war nicht in Play-off-Atmosphäre, weiß auch der Deutsch-Kanadier St. Jean: „Top-Spieler wollen solche Momente haben. Solche Spiele möchte man spielen. Vor einer leeren Kulisse gegen einen unbekannten Gegner spielen, ist vielleicht nicht so interessant.“ Besonders brisant ist zudem, dass in den Pre-Play-offs maximal drei Spiele gespielt werden. „Man hat weniger Zeit, sich auf den Gegner einzustellen. Aber wir kennen Kaufbeuren sehr gut“, so St. Jean. Dass die Partie heute Abend das womöglich letzte Heimspiel der Steelers-Saison sein könnte, hat er indes nicht im Hinterkopf. Am Sonntag (17 Uhr) müssen die Steelers in Kaufbeuren ran. „Das ist nicht in meinen Gedanken“, versichert der 41-Jährige. Viel eher sehe er eine Chance, sich als Team zu beweisen. „Wir können in den Play-offs zeigen, was für einen Charakter wir haben und was für ein Team wir sind.“

Krankheitswelle sucht Marc St.Jeans Mannschaft heim

Gerade in der Hauptrunde wechselten sich häufig gute Spiele mit ernüchternden Niederlagen ab. „Wir haben eine gute Truppe. Wenn wir zusammenspielen, wie wir es können, ist für mich alles möglich“, blickt St. Jean nach vorn.

Wer seiner Spieler heute allerdings auf dem Eis stehen wird, kann St. Jean noch nicht sagen. Fünf bis sechs Spieler seien in dieser Woche mit Fieber und Grippe krank gewesen. „Ich gehe in die Eishalle und werde dann sehen, wer fit ist“, sagt St. Jean. Welche Spieler es genau erwischt hat, wollte er nicht verraten. Das gehört zu der im Eishockey üblichen Taktiererei vor Spielen. Lediglich eine Personalie gab St. Jean preis – allerdings mit einem Lachen: „Ich kann sagen, dass ich noch erkältet bin.“

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