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Hauner stochert Puck über Linie

Ein dickes Brett bohren musste Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers, bis gestern Abend der 1:0-Erfolg gegen den EC Bad Nauheim unter Dach und Fach war.

Mit harten Bandagen: Benjamin Hüfner (Steelers, links) gegen Nauheims Tomas Schmidt. Foto: Baumann
Mit harten Bandagen: Benjamin Hüfner (Steelers, links) gegen Nauheims Tomas Schmidt. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Stürmer Riley Sheen war noch gesperrt, außerdem fehlten Yannich Wenzel und Calvin Pokorny. Dafür kehrte Eric Stephan gestern in den Steelers-Kader zurück.

Bietigheim hatte nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge im ersten Drittel Mühe, flüssige Aktionen zu kreieren. Nauheim gefiel dagegen mit mehr Zug zum Tor. Torhüter Cody Brenner musste in der 6. Minute sein ganzes Können aufbieten gegen Stefan Reiter. Auf der Gegenseite scheiterte Brett Breitkreuz am Gästekeeper Felix Bick (12). Breitkreuz war es auch, der in der 18. Minute die bis dahin größte Chance leichtfertig vergab, als er den Puck nicht richtig traf.

Die beiden Teams begegneten sich im zweiten Drittel auf Augenhöhe. Die Steelers legten ihre Zurückhaltung in der Offensive ab und beschäftigten die Hessen vermehrt in der Angriffszone. Vieles blieb jedoch noch im Ansatz stecken, da Bietigheim die Sicherheit im Kombinationsspiel häufig vermissen ließ. Immerhin funktionierte das Unterzahlspiel der Gastgeber, denn Strafen gegen Tim Schüle, Norman Hauner und Kapitän Nikolai Goc blieben folgenlos.

Spielerisch wirkte Bad Nauheim auch im dritten Spielabschnitt etwas reifer, doch die besseren Torchancen verzeichneten die Steelers, die sich mit Strafzeiten allerdings immer wieder selbst ausbremsten. Nach 50 torlosen Minuten suchten beide Mannschaften vehement die Entscheidung. Brenner und Bick gerieten immer mehr in den Blickpunkt. In der 55. Minute platzte schließlich der Knoten bei den Steelers, als Hauner den Puck im vierten Versuch über die Torlinie stocherte. Mit Glück und Geschick brachten Niki Goc und Co. den 1:0-Sieg über die Zeit. „Das nennt man einen Arbeitssieg“, rief Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch nach nervenzehrenden 60 Minuten aus.

Für die Steelers geht die Reise am Sonntag nach Westsachsen. Um 17 Uhr sind die Schwaben zu Gast bei den Eispiraten Crimmitschau.

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