Logo

Deutsche Eishockey-Liga

Im Spiel gegen Augsburger Panther: Steelers stehen sich selbst im Weg

Die Bietigheim Steelers hatten sich mehr erhofft, doch bei der 2:4 (0:0, 1:1, 1:3)-Niederlage gegen die Augsburger Panther stand sich der Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga gestern Abend zu oft selbst im Weg.

Sucht die Lücke: Steelers-Stürmer Evan Jasper im Duell mit Augsburgs Torhüter Olivier Roy.Foto: Baumann
Sucht die Lücke: Steelers-Stürmer Evan Jasper im Duell mit Augsburgs Torhüter Olivier Roy. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Während die Steelers ihr Auftaktmatch gegen Ingolstadt gewinnen konnten und danach gegen Nürnberg und Wolfsburg leer ausgingen, eroberten die Augsburger mit ihrem neuen kanadischen Trainer Mark Pederson bei den drei Niederlagegen gegen Düsseldorf, Iserlohn und Köln nur einen Punkt.

Bietigheims Coach Daniel Naud musste gestern erneut zwei überzählige Spieler aus dem Kader nehmen. Mit Riley Sheen und Yannick Wenzel traf es zwei Stürmer. Gegen Augsburg entwickelte sich vor 2027 Zuschauern in der Ege Trans-Arena von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Steelers mit viel Energie ihre Chance suchten. Auch die vierte Reihe mit Rene Schoofs, Robert Kneisler und Fabjon Kuqi erhielt mehr Eiszeit als zuletzt. Evan Jasper blieb im Powerplay an Panther-Keeper Olvier Roy hängen (14.) und vergab damit die beste Möglichkeit zur Führung im ersten Drittel.

Im zweiten Durchgang kam Augsburg mit viel Schwung aus der Pause und drängte auf den Führungstreffer. Der Liganeuling hatte Mühe, für Entlastung zu sorgen. Im Spielaufbau unterliefen den Gastgebern zu viele Fehler, so dass gute Ansätze allzu oft verpufften. Auch ärgerliche, weil unnötige Strafzeiten sorgten dafür, dass Bietigheim nur selten seinen Rhythmus fand und viele Körner ließ.

Doch da Augsburg Schwächen im Abschluss offenbarte, nutzten die Steelers die Gunst der Stunde und feierten in der 37. Minute die etwas überraschende Führung, als C.J. Stretch die Lücke entdeckte und genau Maß nahm zum 1:0, assistiert von Tim Schüle und Brendan Ranford. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: In Überzahl glich Braden Lamb in der 39. Minute zum 1:1 aus.

Die Panther wirkten auch im dritten Drittel an der Scheibe etwas sicherer, Bietigheim warf dagegen Einsatz und Leidenschaft in die Waagschale und konnte sich einmal mehr auf seinen finnischen Keeper Sami Aittokallio verlassen.

Doch auch er war machtlos, als nach einem schnellen Konter in der 44. Minute Michael Clarke einen satten Schuss zum 1:2 in den Torwinkel setzte. Und die Gäste legten nach. Eine Bankstrafe gegen Bietigheim, das zu viele Spieler auf dem Eis hatte, führte zum 1:3 in der 54. Minute durch David Stieler. In der Arena machte sich Ernüchterung breit, mit Ausnahme der rund 300 mitgereisten Panther-Fans, die mit der Leistung ihres Teams am Ende doch noch zufrieden waren. Sie sahen in der 59. Minute auch noch das 1:4 durch Thomas Jordan Trevelyan. Den Schlusspunkt setzten immerhin die Gastgeber mit dem 2:4 durch Norman Hauner.

Für die Steelers geht es am Freitag um 19.30 Uhr mit dem Gastspiel bei den Kölner Haien weiter, bevor es am Sonntag um 19 Uhr in der Ege Trans-Arena zum mit Spannung erwarteten Derby mit den Schwenninger Wild Wings kommt.

Autor: