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Deutsche Eishockey-Liga

Kampfgeist der Bietigheim Steelers nicht belohnt – 3:5-Niederlage bei den Grizzly Wolfsburg

Dreimal kämpften sich die corona-geplagten Bietigheim Steelers am Mittwochabend bei den Grizzlys Wolfsburg wieder heran. Doch am Ende wurde der DEL-Aufsteiger nicht belohnt und musste sich mit 3:5 (1:3, 1:0, 1:2) geschlagen geben,

Unter Dauerbeschuss: Steelers-Debütant Michael Bitzer (links) gegen Phil Hungerecker (Wolfsburg). Foto: Jan Hübner
Unter Dauerbeschuss: Steelers-Debütant Michael Bitzer (links) gegen Phil Hungerecker (Wolfsburg). Foto: Jan Hübner

Bietigheim-Bissingen. Nach den beiden Niederlagen vom Wochenende in Augsburg und zuhause gegen Straubing wollte das coronabedingt immer noch reduzierte Team von Trainer Daniel Naud einen Weg zurück in die Erfolgsspur finden. Hatte die Mannschaft bereits am Dienstag die Reise nach Niedersachsen angetreten, so musste Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch am Mittwoch schnell reagieren. Kurzfristig war die Spielfreigabe für drei Akteure eingetroffen. Schoch, der eigentlich nicht zum Auswärtsspiel mitfahren wollte, schwang sich ins Auto – seine Beifahrer: Max Prommersberger, C.J. Stretch und Rene Schoofs. Für die Torwartposition hatten die Steelers Michael Bitzer vom Zweitligisten und Kooperationspartner Selber Wölfe ebenfalls kurzfristig für diese Partie verpflichten können.

Bei den Grizzlys, acht Spiele hintereinander gepunktet und in einer starken Saisonphase, lief es von Beginn an rund. Luis Schinko und Tyler Gaudet nach Zuspiel von Trevor Mingoia sorgten mit einem Doppelschlag in der dritten Minute für die frühe 2:0-Führung. Doch die Steelers zeigten sich keineswegs geschockt und sendeten ein Lebenszeichen: Eine schöne Kombination ihrer Vorzeigereihe über Riley Sheen und Stretch vollendete Evan Jasper zum 1:2-Anschluss (9. Minute).

Gefahr vor dem Steelers-Tor

Immer wieder sorgten die dominierenden Gastgeber in einem schnellen Schlagabtausch für Gefahr vor dem Bitzer-Kasten, aber auch die Steelers fanden ihren Rhythmus. Bis kurz vor der Schlusssirene des ersten Drittels die Wölfe die Zügel anzogen, erneut Tyler Gaudet auf und davon zog und zur 3:1-Führung gegen den bei seinem Debüt zunächst glücklosen Bitzer einnetzte.

Plötzlich Wolfsburg unter Druck

Wie verwandelt kamen die Gäste aus der Kabine und nahmen selbst das Zepter in die Hand. Wolfsburg sah sich plötzlich stark unter Druck, Alexander Prebisch gelang nach Zuspiel von Matt McKnight tatsächlich der erneute Anschlusstreffer zum 2:3 (24.). Kuriose Szene wenig später vor dem Tor der Steelers: Spencer Machacek nahm den Puck aus der Luft und lochte aus kurzer Distanz ein – der Treffer aber wurde wegen Handspiels nach Videoanalyse nicht gegeben.

Was folgte, war ein doppeltes Powerplay der Steelers. Erst musste Jordan Murray, wenig später Fabio Pfohl, der Brandon Ranford unsanft attackiert hatte, vom Eis. Doch die Steelers nutzten ihre Überzahl nicht, dafür musste Jalen Smereck auf die Bank. Auch die Grizzlys konnten diesen Vorteil nicht nutzen.

Erst im Schlussdrittel erhöhte erneut Gaudet auf 4:2 (44.), für die Steelers verkürzte Maximilian Renner (50.) auf 3:4. Zum Ausgleich reichte es für den wacker kämpfenden DEL-Neuling nicht, stattdessen machte Archibald mit der Schlusssirene den Deckel zu – 5:3. Am Freitag steht das Derby in Schwenningen an.

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