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Kein neues Personal für Steelers

Bei den Fans hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers offenbar noch Kredit. Allerdings hat sich die Situation nach der 1:7-Abfuhr gegen Tabellenführer Kassel zugespitzt.

Hintendran: Die Steelers (links Tim Schüle) kommen nicht so richtig in die Spur.Foto: Baumann
Hintendran: Die Steelers (links Tim Schüle) kommen nicht so richtig in die Spur. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Szene am Montagabend war schon bemerkenswert. Während Kassels Spieler nach einer überzeugenden Vorstellung vom Eis der Ege Trans-Arena gingen, holten sich die Verlierer Applaus und Sprechchöre aus dem Fanblock ab. Überhaupt hielt sich der Unmut auf den Rängen in Grenzen, auch wenn die Steelers schon nach 20 Minuten fast aussichtslos mit 0:4 hinten lagen und von den Huskies die Grenzen aufgezeigt bekamen.

„Wir haben im ersten Drittel nicht gekämpft und gegen eine Mannschaft wie Kassel müssen unsere Topspieler top sein. Das war nicht der Fall“, räumte Trainer Marc St. Jean ein. Nicht nur Torhüter Stephon Williams, der nach dem ersten Drittel von Cody Brenner abgelöst wurde, hatte einen gebrauchten Tag erwischt.

Kassel agierte clever und lauerte auf die Fehler der Schwaben, die sich häuften. „Wir haben die perfekte Antwort auf die beiden Niederlagen zuvor gefunden“, freute sich Huskies-Coach Tim Kehler. Für die Steelers könnte es eng werden mit der eigentlich sicher eingeplanten Play-off-Qualifikation.

Nur noch sechs Punkte Vorsprung hat man auf die Lausitzer Füchse, die den ersten Abstiegsrundenplatz belegen. Andererseits sind es auch nur fünf Zähler Rückstand auf den Tabellendritten Freiburg. „Die Situation ist gefährlich, aber unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Sechs und damit die direkte Play-off-Qualifikation“, teilte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch mit, der zudem unmissverständlich klar machte, dass es weitere Nachverpflichtungen nicht geben wird: „Die Mannschaft muss sich da jetzt rauskämpfen.“

Der Doppelpack gegen die Tölzer Löwen wird zeigen, wohin die Reise im neuen Jahr geht. Das Team von Ex-Steelers-Trainer Kevin Gaudet, das nach der 1:2-Heimniederlage gegen Dresden einen Punkt hinter Bietigheim auf Rang acht liegt, gastiert heute Abend um 20 Uhr in der Ege Trans-Arena und empfängt die Steelers dann am Sonntag um 18.30 Uhr auf eigenem Eis. Wohl mit dabei sein dürfte Stürmer Lukas Laub, der nach einer „leichten Gehirnerschütterung“ (Schoch) wieder im Kader steht. „2019 war holprig, 2020 müssen wir uns verbessern“, gibt St. Jean die Marschrichtung vor.

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