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Deutsche Eishockey-Liga 2

Naud zieht Hut vor seinen Spielern

Feier ohne Fans: Nach dem 4:1-Sieg gegen Heilbronn entrollten die Spieler des Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers das Banner „Derbysieger“ und beglückwünschten sich in der Ege Trans-Arena gegenseitig.

Steelers auf Erfolgskurs: Gegen Heilbronn trug sich auch Youngster Robert Kneisler (Nummer 15) in die Torschützenliste ein.Foto: Baumann
Steelers auf Erfolgskurs: Gegen Heilbronn trug sich auch Youngster Robert Kneisler (Nummer 15) in die Torschützenliste ein. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Steelers-Anhänger, die den Livestream bei Sprade-TV nutzten, dürften ihre Freude am Auftritt der Mannschaft von Trainer Daniel Naud gehabt haben. Nicht nur der Erfolg gegen den Erzrivalen und die damit verbundene Revanche für die 2:6-Schlappe im ersten Saisonduell überzeugte, auch die Art und Weise, wie sich die Bietigheimer mit nur fünf Verteidigern und acht Stürmern behaupteten, war beeindruckend.

Lohn der Mühen war das Vorrücken in der Tabelle auf Platz zwei als erster Verfolger des souveränen Spitzenreiters aus Kassel. Naud zog einmal mehr seinen Hut vor seinen Spielern: „Wir haben sehr diszipliniert gespielt gut verteidigt und uns an unser System gehalten.“ Besondere Freude bereiteten ihm die Youngster Robert Kneisler und Fabjon Kuqi, die nicht nur als Torschützen positiv auffielen.

Heilbronns Trainer Michel Zeiter, der beim Tabellenletzten immer stärker in die Kritik gerät, zeigte sich dagegen zerknirscht: „Im zweiten Drittel sind wir von Bietigheim ausgekontert worden, zudem hatten wir Probleme mit dem Puck-Management.“

Auf die Steelers kommt heute mit dem Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg (20 Uhr, Ege Trans-Arena) das vierte Match innerhalb von acht Tagen zu, gefolgt vom Auswärtsauftritt am Sonntag bei den Tölzer Löwen. Die stark in die Saison gestarteten Freiburger sind derzeit ziemlich aus dem Tritt und nach fünf Niederlagen in Serie auf Platz sechs abgerutscht.

Einen Rang vor Freiburg liegt Bad Tölz, das am Dienstag bei der 4:5-Niederlage nach Verlängerung gegen die Kassel Huskies immerhin einen Punkt eroberte – und das nach 1:4-Rückstand nach 31 Minuten. Bietigheim macht das offenbar keine Angst. „Wir haben im Sommer hart gearbeitet an der Fitness der Spieler, wir haben Kraft“, ist sich Naud sicher und warnt die Konkurrenz: „Wir können sicher noch eine Weile mit einem kleinen Kader spielen.“

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