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Schoch nimmt Spieler in die Pflicht

Geschäftsführer Volker Schoch spricht Klartext: „Die Spieler sind in der Pflicht, Leistung abzuliefern,“ Mit einem Sieg heute im Derby gegen Heilbronn wäre die drohende Abstiegsrunde kein Thema mehr für Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers.

Fordert Eishockey ohne Schnörkel: Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch hofft auf den Einzug in die Pre-Play-offs.Foto: Baumann
Fordert Eishockey ohne Schnörkel: Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch hofft auf den Einzug in die Pre-Play-offs. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Lage des viermaligen Zweitliga-Meisters, der seit 2012 Stammgast in den Play-offs war, stellt sich zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde bedrohlich dar und die Nervenstärke der Verantwortlichen werden auf eine harte Probe gestellt. Die Spieler, so Schoch im Gespräch mit der LKZ, sind angehalten, in diesen Tagen nicht mit den Medien zu sprechen.

„Die individuellen Fehler, die auf dem Eis gemacht werden, dafür sind allein die Spieler verantwortlich. Da kann auch der Trainer nichts machen,“ meint Schoch, der betont, dass „hier alles für die Spieler gemacht werde. Sie sind rundum versorgt.“ Seit Mitte Januar hilft auch der Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer als Mentaltrainer, um die Blockaden zu lösen. Schoch: „Er holt die Spieler an einem Punkt ab, wo wir nicht rankommen.“

Bislang, so der Steelers-Geschäftsführer, spiele die Mannschaft weit unter ihren Möglichkeiten. „Sie bringen die PS nicht auf die Straße und finden bislang einfach nicht den Knopf, wo sie drauf drücken müssen.“

Trotz aller Kritik hat Schoch festgestellt, dass die Spieler einsichtig sind und selbstkritisch mit der Situation umgehen. „Sie sind es nicht gewohnt zu verlieren, aber gegen Heilbronn müssen wir ganz einfaches Hockey spielen, ohne Schnörkel.“

Personell haben die Steelers in dieser Spielzeit bereits alle Register gezogen. Mit Guillaume Leclerc und Myles Fitzgerald wurden zwei Kontingentspieler nachverpflichtet, zuletzt holte man auch noch Verteidiger Mychal Monteith von den Lausitzer Füchsen und trennte sich von Chris Owens, der mit dem slowakischen Erstligisten HC Banska Bystrica einen neuen Verein fand.

Um die bislang verkorkste Saison doch noch einigermaßen zu retten, müssen die Steelers den Einzug in die Pre-Play-offs, also die Qualifikation für das Viertelfinale, schaffen. Trotz der zuletzt drei Niederlagen in Folge haben die Schwaben noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrundenplatz.

Mit drei Punkten heute (19.30 Uhr Ege Trans-Arena) im Nachbarschaftsduell gegen die Heilbronner Falken wäre Bietigheim auf der sicheren Seite. Ansonsten käme es am Sonntag zum Showdown beim Spitzenteam Kassel Huskies. Unterstützung von den Rängen haben die Steelers heute Abend auf jeden Fall – die Arena wird mit 4517 Zuschauern wohl ausverkauft sein.

Trainer Marc St. Jean rechnet auch wieder mit dem Einsatz von Stürmer Freddy Cabana. Der Routinier musste am vergangenen Sonntag bei der 4:6-Niederlage in Kaufbeuren nach einem Check seines ehemaligen Mitspielers Max Lukes vom Eis geführt werden.

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