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Deutsche EishockeyLiga 2

Schoofs-Jubiläum ohne Happy End

Nach drei Siegen in Folge musste Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers trotz früher Führung gestern Abend eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen die Wölfe Freiburg einstecken.

Duell an der Bande: Bietigheims Rene Schoofs (rechts) gegen Freiburgs Andree Hult.Foto: Baumann
Duell an der Bande: Bietigheims Rene Schoofs (rechts) gegen Freiburgs Andree Hult. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Vor dem Spiel war das Personalkarussell bei den Steelers noch einmal in Fahrt gekommen. Zunächst gaben die Bietigheimer die Trennung von Eric Stephan bekannt. Der 27 Jahre alte Verteidiger war 2018 als Leihspieler zu den Steelers gekommen und schließt sich jetzt dem Ligakonkurrenten Löwen Frankfurt an, für den er schon von 2016 bis 2018 spielte.

Wenig später vermeldete der Zweitligist die Verpflichtung eines vierten Kontingentspielers: Aus der französischen Ligue Magnus wechselt der 29-jährige Kanadier Evan Jasper ins Ellental. Jasper ist bereits in Bietigheim eingetroffen und wird nach seiner behördlich angeordneten Quarantäne von fünf Tagen zum Team stoßen, teilten die Steelers gestern mit. Mit der Verpflichtung reagierten die Schwaben auf die derzeitige angespannte Kadersituation mit vielen verletzten Spielern.

Jasper war in der aktuell laufenden Runde zuletzt für den französischen Erstligisten Chamonix aktiv. Mit Steelers-Stürmer Riley Sheen spielte Jasper davor zusammen in China für ORJ Bejing.

Auf dem Eis setzte gestern Steelers-Urgestein Rene Schoofs eine bemerkenswerte Marke: Der seit 2001 für seinen Heimatclub spielende Mr. Bietigheim bestritt sein 1000. Pflichtspiel – und das als Kapitän für den verletzten Nikolai Goc und natürlich mit der Rückennummer 1000 statt der 5.

Von der Verletztenliste gestrichen werden konnte Topscorer Matt McKnight, damit hatte Bietigheim wieder zwei Ausländer im Kader. Brett Breitkreuz sorgte dann 45 Sekunden nach dem ersten Bully mit dem Führungstreffer für das erste Ausrufezeichen im baden-württembergischen Vergleich.

Freiburg befand sich danach auf Augenhöhe mit den Steelers, die in Torhüter Cody Brenner einen starken Rückhalt hatten. Machtlos war Brenner jedoch in der 19. Minute beim 1:1-Ausgleich durch Patrick Kurz.

Bietigheim konzentrierte sich auch im zweiten Drittel vorwiegend darauf, in der Defensive stabil zu stehen und auf Chancen zu lauern. Nach einem Foul an Benjamin Hüfner kassierte Freiburgs Evan Mosey in der 38. Minute eine Spieldauerstrafe, doch die fünfminütige Überzahl blieb ohne erfolgreichen Abschluss für die Gastgeber. Riley Sheen hatte in der 49. Minute das 2:1 auf dem Schläger, doch er scheiterte an Wölfe-Keeper Ben Meisner.

Da sich beide Teams danach keine gravierenden Fehler mehr erlaubten, ging es in die Verlängerung, in der Freiburg nach 64 Sekunden den entscheidenden Treffer des Abends setzte. Jordan George traf aus halbrechter Position, so dass die Steelers mit nur einem Punkt vorlieb nehmen mussten.

Für die Steelers geht es am Sonntag um 17 Uhr mit dem Gastspiel bei den Tölzer Löwen weiter.

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