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Eishockey

Schoofs Präzision rettet die Steelers

Im Kampf um die beste Ausgangsposition für die Play-offs hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers die Nerven behalten und die Lausitzer Füchse aus Weißwasser mit 3:2 bezwungen.

Vollversammlung vor dem Tor von Weißwassers Keeper Mac Carruth (links Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz).Foto: Baumann
Vollversammlung vor dem Tor von Weißwassers Keeper Mac Carruth (links Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Drei Minuten und 37 Sekunden waren am Samstag in der Ege Trans-Arena noch zu spielen, als Steelers-Verteidiger Rene Schoofs vor Freude auf dem Eis hüpfte, denn „Mr. Bietigheim“ hatte maßgeblichen Anteil am Siegtreffer, der nach zuletzt drei Niederlagen wie eine Befreiung wirkte. Schoofs hatte sich in der 57. Minute in der Angriffszone etwas Platz verschafft und brachte den Puck so präzise vor das Füchse-Tor, dass Evan Jasper die Scheibe unhaltbar für den überragenden Gäste-Keeper Mac Carruth abfälschen konnte. Der Videobeweis wurde zwar noch zu Rate gezogen, doch der Treffer zählte.

Spitzengruppe rückt zusammen

Die Steelers blieben trotz des Erfolgs auf Platz fünf, liegen jedoch nur noch drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten aus Bad Tölz. „Es wäre gut, wenn unsere noch verletzten Spieler vor den Play-offs noch Spielpraxis bekommen“, setzt Bietigheims Trainer Daniel Naud auf die baldige Rückkehr von Nikolai Goc, Benjamin Zientek, Tim Schüle und Yannick Wenzel, der am Samstag als Co-Kommentator beim Streaming-Dienst Sprade TV mit am Mikrofon saß.

Wenzel sah ein gegenüber dem 2:3 von Frankfurt verbessertes Team, das spritzig wirkte und, so Naud, „an den Sieg geglaubt hat.“ Nach torlosem ersten Drittel glückte den Schwaben im zweiten Spielabschnitt ein Traumstart mit dem 1:0 durch Evan Jasper nach 35 Sekunden. Drei Minuten später setzte sich Topscorer Riley Sheen in Szene, der mit einem präzisen Handgelenkschuss auf 2:0 erhöhte.

Doch Weißwasser, trainiert vom ehemaligen Steelers-Spieler Chris Straube, kämpfte verbissen weiter und nährte mit zwei Treffern die Hoffnungen auf das Erreichen des letzten Play-off-Platzes. Nick Ross (25.) und Lars Reuß 33 Sekunden vor der zweiten Drittelpause glichen aus und sorgten für einen spannenden Schlussabschnitt.

Dabei gerieten beide Torhüter in den Blickpunkt und neben Carruth zeichnete sich auch Bietigheims Jimmy Hertel aus, der zum Saisonstart noch einige Probleme hatte, inzwischen aber sein Spiel stabilisieren konnte. „Die Jungs haben auch gut gearbeitet vor dem eigenen Tor“, lobte Naud, der sich im Powerplay wieder mehr Durchschlagskraft wünscht. „Da müssen wir mehr Schüsse aufs Tor bringen, auch von der blauen Linie“, fordert der Steelers-Coach. Vielleicht gelingt das ja schon heute Abend um 19.30 Uhr beim Gastspiel in Kaufbeuren. Die Allgäuer befinden sich im Aufwind und liegen nach dem 4:1-Sieg gegen Freiburg fünf Punkte hinter Bietigheim auf Rang sechs.

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