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Deutsche Eishockey-Liga 2

Steelers-Energie verblüfft Falken

Dritter Sieg in Folge trotz langer Verletztenliste: Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers feierte einen 4:1-Derbytriumph gegen die Heilbronner Falken. Die Energieleistung wurde möglich dank einer starken Defensivleistung und effektiver Chancenverwertung.

Zweikampfsieger: Yannick Wenzel (Steelers, rechts) entwischt dem Heilbronner Simon Thiel. Foto: Baumann
Zweikampfsieger: Yannick Wenzel (Steelers, rechts) entwischt dem Heilbronner Simon Thiel. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Von Entspannung im Kader der Steelers konnte gestern noch nicht die Rede sein. Ähnlich wie schon am Sonntag beim 6:2-Sieg in Bad Nauheim standen Trainer Daniel Naud nur fünf Verteidiger und acht Stürmer zur Verfügung. „Mit kurzen Wechseln haben wir es geschafft, im Plan zu bleiben“, verriet Naud seine Strategie.

Auch in der Nachholpartie des 10. Spieltags gegen Heilbronn rückte daher erneut Torhüter Cody Brenner in den Blickpunkt, der nach Verletzungspause erst am vergangenen Freitag beim 6:4 gegen Kaufbeuren sein Comeback gegeben hatte.

Den besseren Start erwischte Bietigheim mit einem Pfostentreffer von Norman Hauner nach nur 30 Sekunden. Unterstützung erhielten die Steelers von ihren Fans, die zwar nicht in die Arena durften, aber die Enztalkurve in den Clubfarben ausgeschmückt hatten, versehen mit dem Spruchband: „Kämpft für diese Kurve!“

Und das taten die Gastgeber auch, die in der 12. Minute durch Youngster Robert Kneisler in Führung gingen, der im Getümmel vor dem Falken-Tor am schnellsten schaltete und Keeper Matthias Nemec düpierte.

Im Powerplay kam Heilbronn in der 15. Minute zum Ausgleich durch Winterneuzugang Josh Nicholls, als Max Prommersberger auf der Strafbank saß.

Auch das zweite Drittel eröffnete Bietigheim mit viel Power. Ein Handgelenksschuss von Riley Sheen brachte die Steelers in der 23. Minute erneut in Führung. Sheen machte beim 2:1 da weiter, wo er mit einem Hattrick gegen Bad Nauheim zwei Tage zuvor aufgehört hatte. Und die Gastgeber ließen nicht locker, fighteten verbissen und wurden belohnt. Youngster Fabjon Kuqi ließ die Falken-Defensive schlecht aussehen und jubelte ausgiebig nach seinem Treffer zum 3:1 in der 28. Minute.

Nichts Neues im dritten Drittel: Die Steelers kamen mit Tempo aus der Kabine, doch das Tor zum 4:1 durch Brett Breitkreuz in der 42. Minute fand nach Videobeweis keine Anerkennung. Bietigheim überzeugte weiter mit mannschaftlicher Geschlossenheit, musste aber auch die letzten Kraftreserven mobilisieren, um Heilbronn in Schach zu halten.

Doch der Plan ging auf: Breitkreuz machte mit dem 4:1 in der 59. Minute den Deckel drauf. Bietigheim feierte einen verdienten Derbysieg und nahm Revanche für die 2:6-Pleite im ersten Saisonvergleich mit dem Erzrivalen.

Für die Steelers steht am Freitag um 20 Uhr bereits das nächste Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg auf dem Programm.

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