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Steelers fehlen Ideen und Spielwitz

Bittere 0:3-Heimniederlage gegen den EHC Freiburg – Bietigheim zu oft auf der Strafbank

Bietigheim-Bissingen. Ein uninspiriert wirkender Auftritt bescherte dem sonst so heimstarken Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers gestern eine verdiente 0:3-Heimniederlage im baden-württembergischen Duell mit dem EHC Freiburg.

In einer Partie, die zunächst auf Augenhöhe verlief, hatte Steelers-Stürmer Alex Preibisch im ersten Drittel die beste Torchance, als er in Unterzahl an Freiburgs Torhüter Ben Meisner scheiterte, der für seine regelwidrige Rettungsaktion eine Strafzeit kassierte, die jedoch ohne Folgen blieb.

Vor 2346 Zuschauern in der Ege Trans-Arena wirkte Bietigheim im zweiten Drittel zeitweise ungeordnet und fahrig. Die Gäste witterten ihre Chance und schlugen zu. In der 26. Minute nutzte Freiburgs Topscorer Luke Pither ein Powerplay zur 1:0-Führung. Sein Schlagschuss war unhaltbar für Keeper Stephon Williams.

Da zwei Steelers-Fangruppen das Spiel boykottierten (Hintergrund sind offenbar Stadionverbote), kam in der Arena nur selten gute Stimmung auf, zumal Freiburg in der 36. Minute durch Nikolas Linsenmaier zum 0:2 nachlegte. Dem Treffer vorausgegangen waren mehrere Fehler in der Steelers-Defensive.

Die Gäste hatten im dritten Spielabschnitt wenig Mühe, den Vorsprung zu verwalten, zumal Bietigheim erneut einige unnötige und vermeidbare Strafen zog. Freiburg hatte alles unter Kontrolle und blieb immer gefährlich. Für die endgültige Entscheidung sorgte Linsenmaier mit seinem zweiten Treffer in der 60. Minute.

Nach sechs Auswärtsniederlagen in Folge tat der 3:2-Sieg am Freitagabend beim starken Aufsteiger EV Landshut den Steelers richtig gut. Am Ende durften sich die Schwaben bei Torhüter Stephon Williams bedanken, der nach seiner Verletzungspause ein überragendes Comeback feierte und so die drei Punkte festhielt.

Breitkreuz gewinnt Faustkampf

Ein anderer Matchwinner war Brett Breitkreuz mit seinen beiden Toren im dritten Drittel und dem gewonnenen Faustkampf nach der Schlusssirene mit Landshuts Neuzugang Kevin Wehrs.

Steelers-Trainer Hugo Boisvert gefiel das gute Forechecking seines Teams sowie das Verhalten in Unterzahl: „Das war ein riesiger Faktor, das haben wir sehr gut gemacht.“

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