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Steelers finden ihren Rhythmus

Bei spätsommerlichen Temperaturen ist Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers heißgelaufen: Das souveräne 4:1 am Sonntag gegen die Bayreuth Tigers war der dritte Sieg im vierten Saisonspiel.

Anlehnungsbedürftig: Steelers-Stürmer Lukas Laub (rechts) im Duell mit Henry Martens (Bayreuth).Foto: Baumann
Anlehnungsbedürftig: Steelers-Stürmer Lukas Laub (rechts) im Duell mit Henry Martens (Bayreuth). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Am Freitag hatten die Steelers bereits zwei Punkte aus Ravensburg entführt, obwohl man beim Zweitliga-Meister zeitweise gehörig unter Druck stand. Doch einmal mehr behielt die Abwehr mit Torhüter Stephon Williams den Überblick. Williams war schließlich auch im Penaltyschießen von den Towerstars-Schützen nicht zu bezwingen, so dass Benjamin Zientek schließlich den 3:2-Siegtreffer für Bietigheim markierte. „Es war ein tolles Spiel mit zwei Topteams der Liga“, befand Steelers-Coach Hugo Boisvert.

Bayreuth, nach zwei Spieltagen überraschend Tabellenführer, hatte am Freitag die erste Niederlage kassiert. Beim EHC Freiburg trafen die Tigers das Tor nicht und traten mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck die Heimreise an.

Owens verfehlt das leere Tor

Bietigheim, das mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen solide gestartet war, entfachte gestern von Beginn an viel Druck, doch Gäste-Keeper Brett Jäger zeigte keine Schwächen. Im Powerplay vergab Verteidiger Tim Schüle kurz vor Ende des ersten Drittels die größte Chance zur Führung. Die Tigers lauerten vorwiegend auf Konter, setzten auch immer wieder gefährliche Nadelstiche.

In der 24. Minute brachte es Chris Owens dann fertig, nach einem Abpraller das leere Tor zu verfehlen. Die 2106 Zuschauer in der Ege Trans-Arena stöhnten entsetzt auf. Zwei Minuten später war es dann aber soweit. Nach einem mächtigen Schlagschuss, den Schüle von der blauen Linie losgelassen hatte, stand Lukas Laub goldrichtig und schob den Puck zum 1:0 über die Torlinie.

Die Steelers setzten nach und ließen Jäger kaum zur Ruhe kommen. Max Prommersberger traf in der 29. Minute nur die Latte und die Schwaben mussten sich vorwerfen lassen, Mitte des zweiten Drittels nicht schon für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben.

Die kalte Dusche erwischte Bietigheim in der 33. Minute, als Bayreuths Simon Karlsson wie aus dem Nichts zum 1:1 ausgleichen konnte. Die Steelers antworteten wütend und gingen selbst bei eigener Unterzahl in die Offensive. Belohnt wurde der Mut in der 35. Minute mit dem 2:1 durch Alexander Preibisch, als Owens auf der Strafbank saß.

Im Powerplay war dann einmal mehr auf Schüle Verlass. Der Rückkehrer aus Frankfurt nahm in der 43. Minute Maß, als Jäger die Sicht versperrt war. Brett Breitkreuz lenkte den Puck ab zum 3:1. Der Treffer fand allerdings erst nach Videobeweis durch die Schiedsrichter Anerkennung.

Die Gastgeber ließen nicht locker und brachten die drei Punkte ohne Probleme nach Hause. Den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzte Torjäger Matt McKnight in der 60. Minute mit dem 4:1, als Bayreuth seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vorm Eis genommen hatte.

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