Logo

Eishockey

Steelers gegen Landshut in Torlaune

Gegen den EV Landshut zeigen sich die Bietigheim Steelers treffsicher. Dank des 9:4-Heimsieges springen die Ellentäler auf den dritten Rang der Deutschen Eishockeyliga 2.

Steelers-Topscorer Matt McKnight (links) bringt die Grün-Weißen mit seinem Tor zum 1:1 auf die Erfolgsspur.Foto: Baumann
Steelers-Topscorer Matt McKnight (links) bringt die Grün-Weißen mit seinem Tor zum 1:1 auf die Erfolgsspur. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Mit einem 9:4-Heimsieg hat sich Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers gestern Abend im oberen Drittel der DEL2 festgesetzt. Gegen den EV Landshut zeigte sich das Team von Trainer Daniel Naud in Torlaune.

Diese Laune zeigte sich bereits nach zwei Minuten, wenn auch zu diesem Zeitpunkt noch ungewollt. Sechs Tore hatte C.J. Stretch vor der Partie gegen Landshut in dieser Saison bereits erzielt und ganze 15 Treffer aufgelegt. Sein siebter Treffer wird indes – wie im Eishockey üblich – auf keinem Statistikbogen auftauchen. Denn eine scharfe Hereingabe von Lukas Mühlbauer stocherte der US-Amerikaner zur Überraschung seines Keepers Jimmy Hertel ins eigene Netz.

Die Gästeführung hielt aber nicht lange, denn nun hatten die Steelers das Glück auf ihrer Seite: Während einer Bietigheimer Unterzahl versprang ein harmloser Befreiungsschlag der Ellentäler im Landshuter Drittel an der Bande und brachte die Gäste aus dem Nichts in die Bredouille. Routinier René Schoofs reagierte am schnellsten und fand Matt McKnight, der zum Ausgleich einschob (5. Minute).

Acht Minuten später feierte Fabjon Kuqi sein Tordebüt in der DEL2. Der 19-jährige Youngster fälschte einen Schuss von Max Prommersberger ins Tor ab und drehte die Partie zugunsten der Grün-Weißen.

Doch der EVL meldete sich zurück. Maximilian Gläßl überraschte Steelers-Keeper Hertel mit einem Distanzschuss in den Winkel zum Ausgleich (29.). Scheinbar unbeeindruckt davon machten die Steelers nur 30 Sekunden später das Spiel schnell, ehe Yannick Wenzel den Puck zum 3:2 unter die Latte hämmerte. Es entwickelte sich besonders in den letzten fünf Minuten des Mitteldrittels ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für Bietigheim. Nachdem auf beiden Seiten die Keeper ihre Kästen lange sauberhalten konnten, spielten die Bietigheimer eine der vielen Kontermöglichkeiten clever zu Ende und Norman Hauner besorgte per Direktschuss das 4:2 (40.). Ein Geschenk der Landshuter brachte noch vor Drittelende die Entscheidung. Keeper Jaroslav Hübl hatte die Scheibe eigentlich schon sicher, wollte sie aber noch einmal ins Spiel bringen. Damit hatte sein Mitspieler jedoch nicht gerechnet, erneut Hauner spritzte dazwischen und stellte auf 5:2.

Ein weiterer Sonntagsschuss der Landhuter von Robin Weihager über Hertels Schulter schlug zwar erneut im Winkel ein (50.), Stretch hatte allerdings die passende Antwort parat und traf 15 Sekunden später zum 6:3. Eine Minute später stellte Calvin Pokorny mit einem strammen Schuss auf 7:3. Das Spiel blieb weiterhin unterhaltsam. Zach O‘Brien entwischte nach einem langen Anspiel Steelers-Kapitän Nicolai Goc und verkürzte zum 4:7 (55.). Trotz einer Überzahl des EVL blieb die Schlussoffensive aus. Stattdessen konterten spielfreudige Steelers die Gäste aus. Gleich zweimal entwischte der pfeilschnelle Alexander Preibisch der Hintermannschaft und traf innerhalb einer halben Minute doppelt zum 9:4 (57.).

Autor: