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deutsche eishockey-liga 2

Steelers haben das Siegen verlernt

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen ist in die erste kleine Saisonkrise hineingeschliddert. Das 3:4 gegen den EC Bad Nauheim war die vierte Niederlage in Serie. Jetzt ist auch die Tabellenführung in Gefahr.

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Kampf an der Bande: Die Bietigheimer Freddy Cabana (links) und Marcus Sommerfeld (rechts) nehmen Merkus Erk in die Mangel. Foto: Baumann

Ludwigsburg. bietigheim-bissingen. Vor 2375 Zuschauern in der Ege Trans-Arena fehlten den Steelers der gesperrte Norman Hauner sowie die verletzten Spieler Justin Kelly, Rob Brown und Alexander Preibisch.

In der Bad Nauheimer Startformation stand der von der Düsseldorfer EG neu verpflichtete Marcel Brandt, der die Defensive der Hessen verstärken soll. Die wenigen mitgereisten Gästefans zeigten ihren Unmut über die erneut gescheiterte Verzahnung zwischen DEL und DEL 2 mit einem originellen Spruchband: „Formfehler? Die DEL ist der Fehler!“

Nach drei Niederlagen in Folge war der Tabellenführer von Beginn an darum bemüht, auf Kurs zu kommen, doch zunächst war noch Sand im Getriebe beim Vizemeister. Die beste Chance zur Führung ließ Verteidiger Max Prommersberger in der 11. Minute liegen.

In der 14. Minute war es dann aber soweit. Tyler McNeely schaltete blitzschnell, als Nauheim den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachte. Die kalte Dusche folgte zwei Minuten später mit dem Ausgleich durch Mike McNamee.

Bietigheim ließ sich davon nicht entmutigen und setzte die Hessen auch im zweiten Drittel unter Druck. Belohnt wurde das Team von Trainer Kevin Gaudet in der 27. Minute durch das 2:1 von Max Lukes, der präzise abschloss. Nur eine Minute später legten die Gastgeber nach. Den Schuss von Benjamin Zientek konnte Nauheims Keeper Felix Bick nicht festhalten und Stürmer Shawn Weller staubte zum 3:1 ab.

Doch die Gäste zeigten Comeback-Qualitäten: Im Powerplay verkürzte Nauheim in der 30. Minute durch Marcel Brandt auf 3:2 und in der 38. Minute schloss Radek Krestan einen Konter zum 3:3-Ausgleich ab. Nauheim lauerte weiter auf Fehler der Steelers und ging in der 46. Minute durch Dennis Reimer erstmals in Führung. Das war bereits die Entscheidung.

Für die Steelers geht es am Sonntag um 15 Uhr mit dem baden-württembergischen Duell beim EHC Freiburg weiter. 550 Steelers-Fans reisen dann per Sonderzug an und wollen für eine tolle Stimmung sorgen.