Logo

Steelers holen im Derby wichtigen Punkt

Bietigheim liefert großen Kampf, verliert aber gegen die Schwenninger Wild Wings mit 2:3 nach Verlängerung

Kampf um jeden Zentimeter: Bietigheims Max Prommersberger (links ) streckt sich gegen Max Görtz nach der Scheibe.Foto: Baumann
Kampf um jeden Zentimeter: Bietigheims Max Prommersberger (links ) streckt sich gegen Max Görtz nach der Scheibe. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Der Großteil der EgeTrans-Arena war schon nahezu leergefegt, da sangen und tanzten die über 1000 mitgereisten Fans der Schwenninger Wild Wings noch mit ihrer Mannschaft. Die Gästefans blieben gar so lange in der Halle, dass die Wild-Wings-Spieler noch einmal aus ihrer Kabine kamen, um ihren Fans nach dem 3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0)-Auswärtssieg nach Verlängerung bei den Bietigheim Steelers Gesellschaft zu leisten.

Unter großem Applaus der Steelers-Fans waren zuvor die Bietigheimer vom Eis begleitet worden. Für großen Kampf und eine starke Leistung wurde die Mannschaft von Daniel Naud immerhin mit einem Punkt belohnt. Von einem „wichtigen Punkt“ sprach Naud später.

Dabei gehörte die Anfangsphase noch klar den Steelers. Die größte Chance hatte Benjamin Zientek, dessen Schlenzer aber am langen Pfosten abprallte. Nachdem auch Norman Hauner, am Freitagabend noch Torschütze beim 4:3-Sieg nach Penaltyschießen in Köln, an Keeper Joacim Erikssons Fanghand scheiterte, zeichnete sich auch dessen Gegenüber aus. Sami Aittokallio hielt bei Bietigheimer Überzahl gegen Patrik Lundh seinen Kasten zunächst sauber. Der Finne war anstelle von Cody Brenner zurück ins Steelers-Tor gerückt.

Hatte sein Team in Durchgang eins noch die in dieser Saison so schmerzhaften Strafen vermieden, mussten im Mitteldrittel gleich zweimal Steelers-Spieler auf die Bank – und das hatte Folgen. Denn als Rene Schoofs nur zuschauen durfte, staubte Tyson Spink bei Schwenninger Überzahl ab (35. Minute).

Mit einem allzu schlechten Gefühl ging es dennoch nicht in die letzte Pause. Grund dafür war die vor allem defensiv stabile Leistung der Steelers sowie die Strafzeit gegen Colby Robak mit der Schlusssirene, wegen der die Bietigheimer in Überzahl in den letzten Abschnitt starteten.

Und die Grün-Weißen nahmen den Schwung mit: Nach langem Powerplay fiel die Scheibe vor den Schlittschuh von Zientek, der zum 1:1 einschob (43.). Die Partie wurde umkämpfter und hitziger, was auch an der lautstarken Unterstützung der insgesamt 3605 Zuschauer aus beiden Lagern lag. Nach einem Stockfehler von Guillaume Naud im eigenen Drittel sorgte Travis Turnbull drei Minuten vor Spielende aber für die kalte Steelers-Dusche.

Ein schlechtes Gefühl gab das Coach Naud allerdings nicht. „Nach dem 1:2 hat man gemerkt, dass die Jungs das Spiel drehen wollten“, sagte er. Und die Bietigheimer kamen tatsächlich zurück. Evan Jasper tänzelte durch die gegnerische Abwehr und schweißte die Scheibe zum umjubelten 2:2 unter die Latte (59.). „Super Schuss“, freute sich Naud.

Entschieden wurde die Partie also in der Verlängerung. Im Drei gegen Drei waren die Wild Wings abgezockter: Ken Andre Olimb traf per Einzelaktion zum 3:2.

Autor: