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Steelers schießen sich beim 7:2 den Frust von der Seele

Schnell verdaut hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers den Nackenschlag zum Saisonauftakt. Zwei Tage nach dem 3:6 in Bad Nauheim zwangen die Schwaben den ESV Kaufbeuren mit 7:2 in die Knie.

Das Nachsehen hat Kaufbeurens John Lammers (rechts) gegen Bietigheims Max Renner.Foto: Baumann
Das Nachsehen hat Kaufbeurens John Lammers (rechts) gegen Bietigheims Max Renner. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Keine Zuschauer in der Ege Trans-Arena – doch die Steelers-Fans drückten mit einem Plakat ihre Unterstützung aus: „Ihr seid nicht allein. Der 7. Mann schaut von daheim.“

Was im Livestream auf Sprade.tv zu sehen war, gefiel den Bietigheimer Anhängern schon wesentlich besser als der Auftritt am Freitagabend in Bad Nauheim, als die Steelers zwei Drittel lang recht pomadig und teilweise uninspiriert wirkten. Trainer Daniel Naud wirkte nach dem 3:6 ziemlich angefressen: „Wir benötigen mehr Leidenschaft und müssen konsequenter im System spielen.“

Energie und Leidenschaft war Kapitän Nicolai Goc und Co. gestern nicht abzusprechen, dennoch benötigten die im ersten Drittel noch etwas verunsichert wirkenden Gastgeber etwas Anlaufzeit, um richtig in Fahrt zukommen.

Kaufbeuren, das mit der Empfehlung eines 8:1-Kantersiegs gegen Dresden angereist war und mit dem Nürnberger Leihspieler und Ex-Nationalspieler Patrick Reimer einen echten Anführer in seinen Reihen hatte, verzeichnete zwei Pfostenschüsse, fand ansonsten aber im viel Ruhe ausstrahlenden Steelers-Keeper Cody Brenner seinen Meister, der den Vorzug vor Jimmy Hertel erhielt.

Im Powerplay platzte schließlich der Knoten: Benjamin Zientek stocherte den Puck in der 24. Minute über die Linie und in der 32. Minute nutzte Verteidiger Tim Schüle einen Fehlpass des ESV zum 2:0. Nur eine Minute später zeigte Neuzugang Riley Sheen seine Fähigkeiten mit einem Rückhandschlenzer zum 3:0. In Überzahl verkürzte Kaufbeurens Joseph Lewis kurz vor Drittelende auf 3:1.

Doch Bietigheim behielt jetzt seine Linie bei und ließ nichts mehr anbrennen. Alexander Preibisch traf in Unterzahl zum 4:1 (43.) und Matt McKnight erhöhte auf 5:1 (48.). Das zweite Gegentor durch Florin Ketterer (53.) beantworteten Yannick Wenzel (58.) und Norman Hauner (60.) mit zwei weiteren Treffern zum 7:2-Endstand.

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