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deutsche eishockey-liga 2

Steelers stellen sich selbst ein Bein

An die eigene Nase packen muss sich Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers, der gestern Abend eine völlig überflüssige 3:5-Heim- niederlage gegen die Lausitzer Füchse kassierte.

Ausgehebelt: Bietigheims Yannick Wenzel (grünes Trikot) im Duell mit Kale Kerbashian (Weißwasser). Foto: Baumann
Ausgehebelt: Bietigheims Yannick Wenzel (grünes Trikot) im Duell mit Kale Kerbashian (Weißwasser). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Eine eiskalte Dusche bekamen die Steelers bereits nach nur 12 Sekunden verpasst, als Fabian Dietz von der Unentschlossenheit der Bietigheimer Defensive vor dem eigenen Tor profitierte und die Gäste ganz früh in Führung brachte.

Verlassen konnten sich die Schwaben aber einmal mehr auf ihr Powerplay, das Trainer Daniel Naud gelobt hatte: „Wir haben Spieler, die das Spiel gut lesen können.“ In der 12. Minute war es Neuzugang Riley Sheen, der die erste Überzahlsituation zum 1:1-Ausgleich nutzte. Mit einem Mann mehr auf dem Eis wussten aber auch die Füchse Kapital zu schlagen. In der 18. Minute war Steelers-Keeper Cody Brenner nach einem Schuss von Kale Kerbashian zum zweiten Mal geschlagen, als Robert Kneisler auf der Strafbank saß.

Das zweite Drittel wurde ebenfalls mit einem schnellen Treffer eröffnet. Einen Schuss von Bietigheims Offensivverteidiger Tim Schüle fälschte Matt McKnight nach 68 Sekunden zum 2:2 ab. Alexander Preibisch verpasste in der 28. Minute die 3:2-Führung, als er allein vor Füchse-Torhüter Mac Carruth scheiterte. Weißwasser blieb mit schnell vorgetragenen Kontern jederzeit gefährlich und durfte in der 33. Minute zum dritten Mal jubeln, als der Kölner Leihspieler Lucas Dumont das präzise Zuspiel von Stephane Döring verwertete.

Bietigheim blieb unbeeindruckt und schlug im Powerplay zurück. In der 36. Minute fand Verteidiger Max Renner die Lücke und ließ sich von seinen Mitspielern für das 3:3 feiern. Auf der Gegenseite geriet Brenner mehrfach in den Blickpunkt und verhinderte gegen Ende des zweiten Drittels den vierten Gegentreffer. Allerdings verletzte sich Bietigheims Nummer 51 bei einer Rettungstat, so dass im dritten Spielabschnitt Jimmy Hertel zwischen die Pfosten musste. Beide Teams suchten jetzt die Entscheidung. In Unterzahl leistete sich Schüle dann einen folgenschweren Patzer im eigenen Drittel. Bennet Rosmy sagte Danke und brachte die Lausitzer Füchse in der 52. Minute zum vierten Mal in Führung.

Wenig später kassierte Rene Schoofs eine Spieldauerdisziplinarstrafe und schwächte sein Team damit entscheidend, denn im Powerplay machte Robert Farmer den Sack mit dem 5:3 dreieinhalb Minuten vor Schluss zu.

Die Steelers genießen am Sonntag erneut Heimrecht und erwarten dann um 17 Uhr die Löwen Frankfurt in der Ege Trans-Arena (Livestream auf www.magentasport.de).

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