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Deutsche Eishockey-Liga

Steelers verlieren 2:4 gegen die Eisbären Berlin und werden dennoch gefeiert

Die Bietigheim Steelers verschaffen sich immer mehr Anerkennung in der Deutschen Eishockey-Liga. Dem deutschen Meister Eisbären Berlin musste man sich erst nach tollem Fight mit 2:4 (1:0, 0:2, 1:2) beugen.

Enges Duell: Blaine Byron (Berlin, vorne) gegen Steelers-Stürmer C.J. Stretch.Foto: Baumann
Enges Duell: Blaine Byron (Berlin, vorne) gegen Steelers-Stürmer C.J. Stretch. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Max Renner, der am Freitag beim 4:3-Sieg nach Verlängerung in Straubing als überzähliger Spieler nicht im Kader stand, verteidigte gestern wieder an der Seite von Markus Kojo. Dafür musste Guillaume Naud zuschauen. Fabian Ribnitzky und Maximilian Menner waren am Wochenende beim Kooperationspartner Selber Wölfe in der DEL 2 beschäftigt.

Meister Berlin kam mit einer verblüffenden Bilanz ins Ellental angereist. Denn die Eisbären hatten ihre bisherigen vier Heimspiele verloren, dafür auswärts vier Siege mit in die Hauptstadt genommen.

Im Tor der Steelers durfte zum zweiten Mal in dieser Saison Cody Brenner ran, der aber zunächst weniger beschäftigt wurde als sein Berliner Kollege Matthias Niederberger. Denn Bietigheim nahm im Duell der Meister (DEL 2 gegen DEL) den Schwung vom Sieg in Straubing mit in die mit 3082 Zuschauern gefüllte Ege Trans-Arena und befand sich auch mit dem Meister auf Augenhöhe. C.J. Stretch verpasste in der 10. Minute die Führung, als er an Niederberger scheiterte. Auch Brenner geriet nun in den Fokus und zeichnete sich mehrfach mit starken Reaktionen aus.

Die Stimmung kochte erstmals in der 19.Minute über, als Mitchell Heard im zweiten Powerplay das 1:0 markierte. Doch die erste Drittelpause schien bei den Eisbären neue Kräfte freigesetzt zu haben, denn die Gäste wirkten wie verwandelt und schnürten die Steelers förmlich ein. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit und er fiel in der 27. Minute durch Yannick Veilleux. Berlin war nun am Drücker und legte zwei Minuten später durch Sebastian Streu zum 2:1 nach.

Bietigheim ließ jedoch nicht die Köpfe hängen und blieb seinem Spielsystem treu. Berlin überzeugte zwar mit individueller Klasse, das funktionierende Kollektiv der Steelers erarbeitete sich dennoch erstklassige Torchancen und fand dafür den Beifall der Fans. Benjamin Zientek hatte in der 38. Minute bei einem Konter in Unterzahl das 2:2 auf dem Schläger, fand aber in Niederberger seinen Meister.

Der Liga-Neuling aus Bietigheim geriet auch im dritten Drittel nicht aus der Spur und leistete beherzt Gegenwehr. Cody Brenner kam zwar immer mehr unter Beschuss, machte seine Sache aber ausgezeichnet. Die Eisbären suchten die Entscheidung, die Steelers ließen sich jedoch vom Tempo und Druck der Gäste nicht einschüchtern. Ein abgefälschter Schuss, der den Weg ins Tor fand und Blaine Byron als Torschützen zum 1:3 notierte, schien die Vorentscheidung zu sein, doch im Gegenzug verkürzte Brendan Ranford auf 2:3 und machte die Angelegenheit wieder spannend.

Heard hätte ausgleichen können, doch er verzog. Auf der anderen Seite zielte Matthew White genauer und es stand 2:4 statt 3:3.

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