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deutsche eishockey-liga 2

Steelers verspielen 3:0-Führung

Böse Weihnachtsüberraschung für Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen: Trotz einer 3:0-Führung unterlag der Spitzenreiter gestern den Freiburger Wölfen mit 4:5 nach Verlängerung.

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Tor zum 1:0: Bietigheims Shawn Weller (links) netzt ein.Foto: Baumann

bietigheim-bissingen. Die Steelers hatten sich am vergangenen Freitag mit einem 9:4-Sieg in Bad Nauheim warm geschossen für die Feiertage und den Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte auf Verfolger Frankfurt ausgebaut. „Wir haben das Momentum bekommen und waren sehr effizient. Aber das 9:4 ist etwas zu hoch“, merkte Trainer Kevin Gaudet an.

Freiburg dagegen musste eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Gegen Heilbronn reichte auch eine 3:1-Führung nicht, denn am Ende hatten die Falken mit 6:3 die Nase vorn.

Bietigheim machte gestern vor 2836 Zuschauern in der Ege Trans-Arena zunächst da weiter, wo man in Bad Nauheim aufgehört hatte. Im ersten Powerplay stocherte Shawn Weller den Puck über die Torlinie. Freiburgs Keeper Miroslav Hanuljak hatte in der 5. Minute das Nachsehen.

In der 10. Minute leisteten sich die Gäste einen folgenschweren Fehler im Spielaufbau. Routinier Dominic Auger erkannte die Situation blitzschnell und zog trocken ab zum 2:0. Alles lief nach Plan für den Tabellenführer, der erneut auf Justin Kelly und Norman Hauner verzichten musste. 29 Sekunden vor Drittelende nutzte Rene Schoofs dann auch noch einen Patzer von Hanuljak zum 3:0 für die in fast allen Belangen überlegenen Schwaben.

Das sollte sich im zweiten Drittel ändern. Freiburg setzte das erste Ausrufezeichen in der 23. Minute durch den Anschlusstreffer zum 1:3 durch Jakub Babka. Wieder völlig offen war die Partie, als Nikolas Linsenmaier mit einem Penaltyschuss in der 35. Minute auf 2:3 verkürzte. Damit rächte sich, dass die Steelers zuvor zu viele Chancen liegengelassen hatten.

Freiburg ließ nicht locker und kam in der 43. Minute zum 3:3-Ausgleich durch Radek Duda. Bietigheim ließ die gewohnte Souveränität vermissen und hatte in der Defensive vermehrt Probleme mit den flinken Gästen aus dem Breisgau. Der Favorit löste sich jedoch aus der Umklammerung und ging in der 50. Minute durch Weller erneut mit 4:3 in Führung.

Doch als sich Tyler McNeely eine Strafe abholte, schlug Freiburg durch Mark Mancari eiskalt zu (59.) und erzwang mit dem 4:4 die Verlängerung.

32 Sekunden waren in der Overtime gespielt, da setzte Mancari mit dem 5:4-Siegtreffer noch einen drauf und hinterließ deprimierte Steelers.

Bereits am morgigen Donnerstag ist wieder Eiszeit in der Ege Trans-Arena angesagt. Um 19.30 Uhr beginnt dann das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars.