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Deutsche Eishockey-Liga 2

Steelers vertrauen längerem Atem

Das alte Jahr endete für den Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers noch mit einer 0:6-Abfuhr in Weißwasser, das neue Jahr wurde dagegen mit einem 4:2-Sieg gegen Crimmitschau eingeläutet, für den die Steelers jede Menge Aufwand betreiben mussten.

Duell mit dem Keeper: Steelers-Stürmer C.J. Stretch (links) gegen Crimmitschaus Michael Bitzer.Foto: Baumann
Duell mit dem Keeper: Steelers-Stürmer C.J. Stretch (links) gegen Crimmitschaus Michael Bitzer. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Am Dienstagabend hatte Bietigheims Trainer Daniel Naud das seltene Glück, aus dem Vollen schöpfen zu können. 22 Spieler standen im Kader, die Eispiraten dagegen konnten keine vier kompletten Reihen aufbieten. „Unsere Fitness hat im dritten Drittel den Unterschied ausgemacht“, stellte Naud fest, dessen Team einen langen Anlauf benötigte, um den Widerstand der sehr kompakt und scheibensicher auftretenden Westsachsen zu brechen.

Dabei fing das Match für die Steelers verheißungsvoll an. Nach nur 59 Sekunden brachte Norman Hauner Bietigheim in Führung. Doch Crimmitschau, das zuletzt Kaufbeuren nach 2:5-Rückstand noch mit 7:6 in die Knie gezwungen hatte, blieb unbeeindruckt. Scott Timmins traf in der 4. Minute zunächst nur den Pfosten, doch in der 16. Minute feierten die Eispiraten ihren Topscorer Mathieu Lemay für seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Die Steelers, mit den besten Powerplay-Werten der Liga ausgestattet, trafen im zweiten Drittel bei Überzahl durch Brett Breitkreuz nur den Innenpfosten (29. Minute), dafür klappte es in Unterzahl umso besser. 31 Sekunden vor der zweiten Pause zündete Alexander Preibisch seinen Turbo und vollendete einen Konter zur 2:1-Führung, als C.J. Stretch auf der Strafbank saß.

Crimmitschau ließ sich dadurch jedoch noch nicht entmutigen. Ein schnelles Tor nach 59 Sekunden im Schlussabschnitt durch Travis Ewanyk zum 2:2 brachte die Gäste wieder ins Spiel. In der 50. Minute wurde Eispiraten-Keeper Michael Bitzer unfreiwillig zum Hauptdarsteller, als er bei einem Rettungsversuch weit aus seinem Tor herauskam und Stretch die Vorlage zum 3:2 lieferte.

„Dieser Gegentreffer hat uns die Füße weggezogen“, haderte Crimmitschaus Coach Mario Richer, der auch noch die endgültige Entscheidung durch das 4:2 von Breitkreuz in der 55. Minute mitansehen musste. Dagegen freute sich Daniel Naud nicht nur über den Sprung auf Tabellenplatz drei, sondern auch über den ersten Start-Einsatz von Torhüter Leon Doubrawa. Der 19-Jährige durfte ran, weil Cody Brenner und Jimmy Hertel nach Verletzung bzw. Krankheit noch nicht wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit waren. „Ich wollte da kein Risiko eingehen und habe nicht gezögert, Leon zu bringen“, teilte Naud mit. Der Youngster rechtfertigte das Vertrauen einmal mehr.

Für die Steelers geht es bereits morgen beim kriselnden Tabellenvorletzten Dresdner Eislöwen weiter. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag um 17 Uhr gegen den EV Landshut statt, der am Dienstag das bayerische Derby gegen die Tölzer Löwen mit 3:2 nach Penaltyschießen für sich entschied.

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