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Deutsche Eishockey-Liga

Vizemeister für Steelers noch nicht zu packen

Der deutsche Vizemeister war eine Nummer zu groß für den Liga-Neuling: Die Bietigheim Steelers wehrten sich nach Kräften, kassierten aber beim 0:4 (0:1, 0:0, 0:3 gegen die Grizzlys Wolfsburg ihre erste Heimniederlage in der Deutschen Eishockey-Liga.

Im Blickpunkt: Steelers-Keeper Sami Aittokallio (li.) klärt vor Sebastian Furchner (Wolfsburg).Foto: Baumann
Im Blickpunkt: Steelers-Keeper Sami Aittokallio (li.) klärt vor Sebastian Furchner (Wolfsburg). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Stürmer Norman Hauner, der in den beiden ersten Saisonspielen nicht berücksichtigt worden war, rückte gestern in die erste Reihe neben Brendan Ranford und Mitchell Heard. Dafür musste C.J. Stretch eine Pause einlegen.

In der Vorbereitung hatten die Steelers eine 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg kassiert. Der Vizemeister aus Niedersachsen, mit sieben Punkten aus drei Spielen gut in die Saison gestartet, hatte am Freitag die Düsseldorfer EG mit 2:0 geschlagen. Und die Gäste nahmen von Beginn an Fahrt auf und verpassten dem Aufsteiger nach 58 Sekunden durch ein Tor von Anthony Rech eine eiskalte Dusche. Bietigheim hatte Glück, nach einer Strafe gegen Max Prommersberger nicht früh mit 0:2 in Rückstand zu liegen.

Der Druck der technisch beschlagenen und läuferisch überzeugenden Grizzlys war enorm. Erst nach etwa zehn Minuten berappelten sich die Schwaben, die zum DEL-Auftakt Ingolstadt mit 5:4 besiegt und in Nürnberg 0:3 verloren hatten, und sorgten für Entlastung und auch erste Torchancen. Doch die Wolfsburger Führung nach dem ersten Drittel ging völlig in Ordnung.

Auch im zweiten Spielabschnitt rückte Steelers-Keeper Sami Aittokallio immer wieder in den Brennpunkt, allerdings setzten seine Vorderleute jetzt gezielter ihre Nadelstiche und brachten den Favoriten ebenfalls in Verlegenheit. Evan Jasper und Ranford fehlte es vor dem Tor jedoch an der nötigen Präzision. Die Grizzlys schienen verwundbar, nahmen aber das 1:0 mit in die zweite Drittelpause, auch weil sich Torhüter Chet Pickard bei doppelter Bietigheimer Überzahl keine Blöße gab und mehrfach den Ausgleich verhinderte.

Das dritte Drittel begann mit einem Nackenschlag für die Steelers, denn nach 27 Sekunden hatte Grizzly-Verteidiger Jordan Murray Maß genommen und zum 0:2 getroffen. Zwei Minuten später war das Match so gut wie entschieden für die Gäste. Als in der Bietigheimer Defensive nicht konsequent genug gearbeitet wurde, ließ sich Garrett Festerling nicht zweimal bitten und schlenzte den Puck zum 0:3 ins Netz.

Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud behielt dennoch den Kopf oben und hatte weiter die Unterstützung der 2142 Zuschauer in der Arena. Doch die Tore feierten die Wolfsburger. In Überzahl traf Christopher DeSousa in der 56. Minute zum 0:4, als Alexander Preibisch eine fragwürdige Strafzeit absitzen musste. Eine am Ende aber verdiente Niederlage gegen ein Team, das auch in dieser Spielzeit vermutlich wieder um den Titel mitmischen wird.

Bereits am morgigen Dienstag sind die Steelers wieder auf eigenem Eis zu sehen: Um 19.30 Uhr beginnt dann das nächstes Heimspiel gegen die Augsburger Panther.

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