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Fußball-Oberliga

08 ist für Markopoulos wie Familie

Der FSV 08 Bissingen will in der Fußball-Oberliga auch im Heimspiel gegen den TSV Ilshofen am heutigen Mittwoch (19 Uhr) in der Erfolgsspur bleiben. Helfen soll dabei ein neuer Spieler, der sich prächtig eingelebt hat. Zeitgleich ist der SGVFreiberg im Verfolgerduell beim FC 08 Villingen zu Gast.

Bringt sich gut ein: Der aus Griechenland zum FSV 08 Bissingen gekommene Konstantinos Markopoulos.Foto: Baumann
Bringt sich gut ein: Der aus Griechenland zum FSV 08 Bissingen gekommene Konstantinos Markopoulos. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen/Freiberg. Mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen ist der FSV 08 Bissingen hervorragend in die neue Spielzeit der Fußball-Oberliga gestartet. Beim mühsamen 4:3-Erfolg zuletzt gegen das U23-Team des SV Sandhausen holte der FSV drei Mal einen Rückstand auf. „Mit unserem Spiel nach vorne war ich sehr zufrieden, wir haben hingegen unglaubliche Gegentore bekommen. Die Moral war sensationell und spricht für den Charakter der Mannschaft“, freut sich Bissingens Coach Alfonso Garcia vor dem heutigen Heimspiel gegen den TSV Ilshofen (19 Uhr).

Freiberger Verletzungssorgen

Zugang Konstantinos Markopoulos, der vom griechischen Drittligisten AO Kavala kam und Zweitliga-Erfahrungen aus Belgien und Griechenland mitbringt, hatte dabei einen maßgeblichen Anteil. Der 28-Jährige kann in der Offensive variabel eingesetzt werden und ist der Liebe zu seiner Freundin wegen nach Deutschland gezogen. „Er ist ein Spieler, der nie aufgibt, jeden Zweikampf annimmt und sehr mannschaftsdienlich spielt. Jetzt hat er sich mit zwei Toren belohnt“, lobt Garcia seinen Schützling.

Er hat die Nummer sieben übernommen, die in Bissingen lange Jahre von Leistungsträger Simon Lindner getragen wurde. Lindner hat die Bissinger im Sommer nach sieben Jahren verlassen. „Nullacht ist für mich wie eine Familie, alle sind freundlich und offen“, fühlt sich Markopoulos in seinem Umfeld bereits pudelwohl. Optimale Bedingungen also für gute Leistungen. Die will Markopoulos auch heute auf den Platz bringen.

Durch den coronabedingten Abbruch der Vorsaison ist Ilshofen trotz dem vorletzten Rang in der Oberliga geblieben. Auch in der laufenden Spielzeit läuft es für den TSV noch nicht rund. Beide bisherigen Begegnungen gegen Pforzheim und Villingen gingen mit 1:2 verloren, zudem flogen die Hohenloher in der Vorwoche beim Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd nach einem 0:4-Pausenrückstand mit 3:5 sang- und klanglos aus dem WFV-Pokal.

Bei den Gästen kommt es zu einem Wiedersehen mit Daniel Schmelzle, der in der Vorsaison noch für Bissingen kickte. „Der Gegner steht schon ein bisschen mit dem Rücken zur Wand. Sie werden sehr kompakt stehen und auf Konter mit ihrem schnellen Angreifer Benjamin Kurz warten. Wir benötigen daher sehr viel Geduld und dürfen nicht blind nach vorne spielen“, warnt der FSV-Coach, der nur geringfügig rotieren möchte.

Verzichten muss er weiterhin auf die Außenverteidiger Moritz Haile (Adduktorenprobleme) und Pierre Williams (Muskelfaserriss im Oberschenkel). Mit Niklas Mahler und Duc Thanh Ngo sind zwei weitere Abwehrspieler mit Oberschenkelproblemen angeschlagen.

Wie der SGV Freiberg hat auch dessen heutiger Gegner Villingen bisher vier Zähler geholt. „Ich bin mit dem Start durchaus zufrieden“, sagt Freibergs Coach Evangelos Sbonias. Bei den Schwarzwäldern muss der erst 27-jährige neue Coach Marcel Yahyaijan nach dem Weggang einiger erfahrener Spieler ein neues Team formen. Personell sind die Freiberger momentan arg gebeutelt. So fehlen Hakan Kutlu (Kreuzbandriss), Michael Klauss (Wadenverletzung) und Julian Grupp (Knöchelverletzung). Darüber hinaus haben sich im Spiel gegen Pforzheim Yannick Thermann (Nasenbeinbruch) und Christian Mauersberger (Oberschenkelprobleme) Verletzungen zugezogen, die einen heutigen Einsatz infrage stellen. „Das sind alles potenzielle Startspieler. Aber egal wie die Konstellation ist, wenn wir schon 140 Kilometer fahren dann wollen wir auf jeden Fall punkten und das möglichst dreifach“, betont Sbonias.

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